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EU und Japan legen Fachkenntnisse in der Klimaforschung zusammen

Japanische Klimamodellierungsexperten sind dabei, die Klimaforschung mit einem "Erdsimulator" zu revolutionieren, der als ein "Super-Super-Computer" beschrieben wird, und von dem man erwartet, daß er die Leistung gegenwärtiger Computer in den Schatten stellen wird.

Vor diesem...

2 März 1999 - 2 März 1999
Japan

Japanische Klimamodellierungsexperten sind dabei, die Klimaforschung mit einem "Erdsimulator" zu revolutionieren, der als ein "Super-Super-Computer" beschrieben wird, und von dem man erwartet, daß er die Leistung gegenwärtiger Computer in den Schatten stellen wird.

Vor diesem Hintergrund trafen Klimamodellierungsexperten aus der Europäischen Union mit ihren japanischen Kollegen Anfang März 1999 in Tokio zum ersten EU-Japan-Workshop und Symposium über Klimaveränderung zusammen. Dies half den Experten bei der Bestimmung der wichtigsten Empfehlungen für zukünftige Prioritäten, wozu u.a. die Erfordernis zählt, die Klimaberechnungskapazität in Europa zu steigern.

Die Workshop- Teilnehmer identifizierten eine größer werdende Lücke zwischen den vorhandenen Super-Computer-Ressourcen und denen, die für die Bearbeitung gegenwärtiger wissenschaftlicher Fragen und Bedenken in der Klimaforschung notwendig sind. Es sind vor allem Verbesserung bei der Auflösungsfähigkeit von Modellen notwendig; das gilt sowohl für Gruppenberechnungen als auch für verbesserte Modelle in der Physik und betrifft die Berücksichtigung entsprechender biologischer und chemischer Prozesse.

Die Teilnehmer am Workshop waren sich auch darüber einig, daß die vom Erdsimulator gebotenen Möglichkeiten und die gleichzeitig vom Programm der EU für Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung zur Verfügung gestellten Finanzierungsmöglichkeiten vielsprechende Anreize für individuelle und gemeinschaftliche Forschung sind. Sie sprachen daher die Empfehlung aus, daß spezifische Gemeinschaftprojekte zwischen der EU und Japan in Erwägung gezogen werden sollten, u.a. hochauflösende und regionale Klimaveränderungssimulation, um die Unsicherheiten zu beseitigen und Auswirkungsbewertungen zu verbessern.

Ferner waren sich Teilnehmer einig darüber, daß gemeinsame Initiativen in den Bereichen der Datenanalyse und Datengewinnung wichtig sind. Sie empfahlen vor allem die Entwicklung von Datengewinnungsaktivitäten unter Verwendung von Fernerkundungstechnik sowie in in-situ Beobachtungen, einschließlich der Nutzung von Oberflächen- und Meeresoberflächendaten.

Ein gemeinsames Interesse zwischen der EU und Japan, das sich im Zuge des Workshops herausbildete, waren die gemeinsamen Bedenken darüber, daß der Indische Ozean im Globalen Beobachtungssystem gegenwärtig eine Lücke darstellt. Daher empfohlen die Teilenehmer die Entwicklung gemeinsamer Initiativen in diesem Bereich.

Als ein Ergebnis des Workshops soll eine EU-Japan-Arbeitsgruppe als Fokuspunkt eingerichtet werden, um die andauernde Zusammenarbeit in der Klimaforschung zu fördern.

Weitere Auskünfte erteilt:

Europäische Kommission
Generaldirektion XII
Ib Troen
Scientific officer
Fax +32-2-2963024
E-mail: ib.troen@ec.europa.eu

oder

Europäische Kommission
Generaldirektion XII
Piia Huusela
Press Officer
Fax +32-2-2958220
E-mail: piia.huusela@ec.europa.eu