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Inhalt archiviert am 2022-07-14

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Hochgebirgsseen und -flüsse deuten auf Umweltveränderungen hin

In Innsbruck (Österreich) findet vom 4. bis 8. September 2000 eine offene internationale Fachkonferenz mit dem Thema "High mountain lakes and streams: Indicators of a changing world" (Hochgebirgsseen und -flüsse: Indikatoren ökologischer Veränderungen) statt. Die Konferenz bes...

4 September 2000 - 4 September 2000
Österreich
In Innsbruck (Österreich) findet vom 4. bis 8. September 2000 eine offene internationale Fachkonferenz mit dem Thema "High mountain lakes and streams: Indicators of a changing world" (Hochgebirgsseen und -flüsse: Indikatoren ökologischer Veränderungen) statt. Die Konferenz beschäftigt sich insbesondere mit Maßnahmen, die im Rahmen des spezifischen Forschungsprogramms der Europäischen Kommission auf dem Gebiet Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung finanziert wurden.
"Gebirge machen ein Fünftel der Erde aus, und hier lebt ein Zehntel der Bevölkerung. Entfernte Gebirgs-Ökosysteme, insbesondere Seen und Flüsse, werden für die Wissenschaft wie die breite Öffentlichkeit immer interessanter, da sie in einer dicht besiedelten Welt die letzten natürlichen Ökosysteme darstellen", so die Veranstalter.
Aufgrund ihrer Entfernung und ihren extremen Bedingungen, was z.B. die Temperatur, die Strahlung und die Biologie anbelangt, haben Hochgebirgsseen und -flüsse eine besondere Bedeutung für die Wissenschaft. Die Sensibilität dieser Regionen gegenüber Umweltschwankungen trug dazu bei, daß die Wissenschaft die Kräfte und Gegenkräfte sowie generell Aktionen und Reaktionen in aquatischen Ökosystemen nun besser versteht. "Ihre Sensibilität stellt jedoch eine echte Bedrohung für Organismen, Habitate und ganze Ökosysteme dar, und diese Bedrohung wird meist indirekt durch den Menschen geschaffen (z.B. durch die globale Erwärmung und die Luftverschmutzung)", warnen die Veranstalter.
Das Symposium hat sechs Themenschwerpunkte:
- physikalische Kräfte: klimabezogene Auswirkungen (Rückzug der Gletscher, Sonneneinstrahlung, Temperatur, Schnee und Eis als wichtigste Kräfte in der alpinen Umwelt); Stabilität der Habitate: Überschwemmungen und Dürreperioden (Gestaltung der Morphologie und der Biozönosen);
- Inputs und Flüsse: Nährstoffe und Schadstoffe (was ist entfernt?); Säure und Staub (im Wettbewerb auf großer Höhe. Ansammlung von Metallen und organischen Chlorverbindungen); Modellierung und Budgets;
- biotische Muster und Prozesse: Struktur und Dynamik (von Viren zu Wirbellosen); Aufeinanderfolge und Gemeinschaften (und deren Auswirkung auf Elementen- und Schadstofflüsse und -zyklen. Überleben von seltenen und gefährdeten Arten);
- Leben unter Streß: Wie kommen die Organismen mit dem erhöhten Stress (der Kombination von Streßfaktoren) im Hochgebirge zurecht? Streßindikatoren, von den Primärproduzenten zu den Endverbrauchern einschließlich der Physiologie von Fischen;
- die historische Sicht: Von Jahreszeiten zu Jahrhunderten (Auswertung und Datierung); Erkenntnisse aus der Vergangenheit gewinnen (natürliche Veränderungen - Einfluß des Menschen);
- Lücken und Perspektiven: Die Verbindung von Einzugsgebieten mit einzelnen Seen und Flussläufen, Versäumnisse der Vergangenheit.
Auf dem Symposium werden die Forschungsergebnisse von langjährigen und großangelegten interdisziplinären Projekten über Gebirgsseen und -flüsse, die unter den EU-Programmen im Bereich Umwelt und Klima finanziert wurden, vorgestellt. Außerdem besteht Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Forschern aus aller Welt, und die Ergebnisse der Konferenz werden an die Entscheidungsträger und die Politik sowie an Führungskräfte im Umweltbereich weitergeleitet.Weitere Auskünfte erteilt:
Universität Innsbruck
Institut für Zoologie und Limnologie
Technikerstraße 25
A-6020 Innsbruck
E-mail: hmls2000@uibk.ac.at
Mein Booklet 0 0