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Kommission fordert stärkere Konzentration auf regenerative Energien

Bei der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission in Brüssel findet am 25. und 26. September eine Konferenz über die Integration regenerativer Energiequellen und eine verteilte Energieerzeugung innerhalb der Energiesysteme statt, auf der besprochen werden soll, wi...

25 September 2001 - 25 September 2001
 
Bei der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission in Brüssel findet am 25. und 26. September eine Konferenz über die Integration regenerativer Energiequellen und eine verteilte Energieerzeugung innerhalb der Energiesysteme statt, auf der besprochen werden soll, wie die Nutzung erneuerbarer Energie am besten gesteigert werden kann.

Die Vorteile der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien liegen nicht nur im Umweltschutz (Minimierung des Treibhauseffektes und der Luftverschmutzung), sondern auch in einer größeren Sicherheit der Energieversorgung durch Verringerung der Abhängigkeit von Öl-, Gas- und Kohleimporten, der Schaffung neuer Arbeitsplätze im Energiesektor und der Steigerung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit; all dies sind Ziele der EU-Politik. Zur Unterstützung der Umsetzung dieser Vorteile, besteht ein Ziel der Konferenz darin, Beispiele der besten energietechnologischen Verfahren aus ganz Europa zu betrachten, dann das Potenzial dieser Technologien zu bewerten, bevor schließlich weitere Forschungsmöglichkeiten und andere Implementierungsmechanismen ermittelt werden.

Eine Hinwendung zu erneuerbaren Energie impliziert eine Veränderung der gegenwärtigen Situation, in der die Energieversorgung von der zentralisierten Verbrennung fossiler Brennstoffe dominiert wird, hin zu einer Situation, in der eine große Anzahl kleiner Erzeuger an das Netz angeschlossen sind. Zur Konferenz werden 400 Personen erwartet, die alle relevanten Bereiche vertreten und den Übergang diskutieren sollen.

Es gibt sehr viele Ansichten darüber, welches der beste Weg zu einem Energierahmen der Zukunft ist. Dies wird deutlich anhand der jüngsten Diskussion über erneuerbare Energien zwischen dem Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament. Das Europäische Parlament vertritt nämlich die Ansicht, die EU solle verpflichtend nationale Ziele für den Anteil der Energie vorschreiben, die aus regenerativen Quellen erzeugt wird, wohingegen der ER die Meinung vertritt, diese Ziele sollten nur Richtwerte sein. Man einigte sich auf den Kompromiss, dass die Ziele anfangs Richtwerte sein werden; wenn es den Mitgliedstaaten allerdings nicht gelingt, Fortschritte in Richtung dieser Ziele zu machen, dann könnte die Kommission verpflichtende Ziele vorschreiben.

Ein noch immer ungeklärter Punkt ist der Vorschlag des Europäischen Rates, die Nutzung von Müllverbrennung als erneuerbare Energiequelle zuzulassen. Der ER will diese in die Liste der regenerativen Energiequellen aufnehmen, doch das Europäische Parlament ist strikt dagegen, nicht zuletzt weil die Müllverbrennung gegen die Ziele der "Abfallbewertunghierarchie" innerhalb einer anderen EU-Richtlinie verstößt. Aus Sicht der Energiepolitik besteht der Standpunkt des Europäischen Parlaments darin, dass mehr Energie gespart wird, indem in erster Linie das Müllaufkommen reduziert und Müll wiederverwertet wird, als wenn er verbrannt wird. Allerdings könnte Druck zu "sofortigen" Optionen der Abfallbeseitigung eine Herausforderung für diese Position darstellen. Zwar kann auf der Konferenz der Europäischen Kommission im September nicht der gesamte Weg Europas zu einer nachhaltigen Energiezukunft aufgezeigt werden, sie soll jedoch einige Wegweiser hierfür liefern.

Weitere Auskünfte über die Konferenz erteilt:
Manuel Sanchez Jimenez
Generaldirektion Forschung
Rue de la Loi 200
B-1049 Brüssel

Tel.: +32.2.299.42.88
Fax: +32.2.299.42.88
Email: manuel.sanchez-jimenez@ec.europa.eu
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