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Führende Astronomen diskutieren ESA-Mission zum Auffinden von erdähnlichen Planeten

Führende europäische und US-amerikanische Astronomen treffen sich am 11. Januar 2002 in London, um eine ehrgeizige Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zum Auffinden von erdähnlichen Planeten und zur Untersuchung der Struktur von Sternen zu diskutieren.

Die Wis...

9 Januar 2002 - 9 Januar 2002
 
Führende europäische und US-amerikanische Astronomen treffen sich am 11. Januar 2002 in London, um eine ehrgeizige Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zum Auffinden von erdähnlichen Planeten und zur Untersuchung der Struktur von Sternen zu diskutieren.

Die Wissenschaftler kommen im Rahmen der Tagung "Stellar seismology, extra-solar planet-finding and the Eddington mission" (Stellare Seismologie, Auffinden von Planeten außerhalb des Sonnensystems und die Eddington-Mission) der Royal Astronomical Society zusammen.

Derzeit arbeiten Wissenschaftler aus über 40 europäischen Labors an der Entwicklung des Eddington-Projekts der ESA, das die Entdeckung und Erforschung von erdähnlichen Planeten um weit entfernte Sterne herum sowie die Bestimmung der inneren Struktur von Sternen anhand der Messung von kleinen inneren Vibrationen zum Ziel hat.

Die Wissenschaftler haben entdeckt, dass Sterne - gigantische Gasbälle - vibrieren, wenn Stoßwellen durch sie hindurchgehen. Anhand dieser Vibrationen kann mehr über das Innenleben der Sterne herausgefunden werden. Es wurden zwar vom Boden aus Schwingungen beobachtet, doch hofft man, dass es im Rahmen der Eddington-Mission möglich sein wird, diese Schwingungen wesentlich detaillierter beobachten zu können.

Professor Ian Roxburgh von der Londoner Queen Mary University, VK, sagte: "Diese Forschung hilft uns, die Entstehung der Sterne, einschließlich unserer Sonne, sowie der Galaxien zu verstehen, und unsere Verfahren zur Messung ihres jeweiligen Alters und der Entfernungen der Sterne zu verbessern."

Derzeit sind über 70 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems bekannt, wobei die meisten von ihnen um ein Hundertfaches größer als die Erde sind. Die Eddington-Mission wird nach weiteren Planeten suchen, insbesondere nach Planeten, die möglicherweise in der Lage sind, Leben zu unterstützen, indem der Verdunkelungseffekt gemessen wird, der auftritt, wenn ein Planet vor einem Stern vorüberzieht. Man hofft, dass im Rahmen dieser Mission durch die Beobachtung von circa 500.000 Sternen bis zu 20.000 Planeten entdeckt werden könnten. Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei etwa 100 dieser Planeten um erdähnliche Welten handelt, die sich in den gemäßigten, bewohnbaren Zonen um ihre Sterne herum befinden.

"Wir können die Umlaufzeit des Planeten berechnen und somit seine Entfernung in der Umlaufbahn anhand der Messung des Zeitraums zwischen jedem Durchgang bestimmen", erklärte Professor Roxburgh. "Die Intensität der Eklipse - das Verdunkelungsmaß - sagt uns, wie viel des Sterns verdeckt wurde und gibt somit die Größe des unsichtbaren Planeten an. Da wir die Eigenschaften des Sterns kennen, können wir auch berechnen, ob der Planet in der sogenannten "bewohnbaren Zone" liegt, das heißt, ob er weder zu heiß noch zu kalt zum Leben ist."

Das Eddington-Raumschiff, dessen Start möglicherweise 2007 stattfindet, ist nach dem britischen Astronom Arthur Eddington benannt, dessen Forschung neue Einblicke in die Arbeitsweisen des Inneren von Sternen ermöglichte.Weitere Informationen erteilt:

Professor Ian Roxburgh
Queen Mary University of London
Mile End Road
London
E1 4NS
Tel.: +44 207 882 5441
E-mail: i.w.roxburgh@qmul.ac.uk

Dr. Alan Penny
Rutherford Appleton Laboratory
Chilton
Didcot
Oxfordshire
OX11 0QX
Tel.: +44 7941 721 733
E-mail: alan.penny@rl.ac.uk

oder sind unter folgenden Webadressen abrufbar:

http://sci.esa.int/home/eddington/index.cfm(öffnet in neuem Fenster)


http://www.ras.org.uk/meetings/2002/020111.htm(öffnet in neuem Fenster)
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