ELV 2002: Konferenz über die Altfahrzeuge-Richtlinie der EU
Die Richtlinie fordert die Automobilhersteller auf, beim Bau der Fahrzeuge mehr wiederverwendbare und recyclingfähige Stoffe zu verwenden, sodass alle Fahrzeuge bereits "vorbehandelt" sind, bevor sie recycelt werden. Dies bedeutet, dass Öl, Kraftstoff, Bremsflüssigkeit und andere gefährliche Stoffe im Voraus beseitigt werden müssen. Die zusätzlichen Kosten dürften sich auf 117 Millionen Euro pro Jahr belaufen.
Die im VK geltende Regelung, wonach der letzte Besitzer die Kosten der Entsorgung des Altfahrzeugs zu tragen hat, läuft bereits 2007 aus. Aus diesem Grund gewinnt die Konferenz zusätzlich an Bedeutung. Veranstalter ist die Warwick Manufacturing Group der Universität Warwick, die auch verschiedene neue Lösungen aus Deutschland und Spanien für dieses Problem vorstellen wird.
Im Rahmen der eintägigen Veranstaltung "ELV 2002" am Montag, den 9. September 2002, im International Manufacturing Centre der Warwick Manufacturing Group werden u.a. Beiträge aus Deutschland über neuartige Materialien und Sortiertechniken und aus Spanien zum Thema Fahrzeug-Recycling angeboten. Zu den Rednern und wichtigsten Teilnehmern der Konferenz zählen Vertreter von Jaguar, Landrover, des spanischen Konsortiums für das Fahrzeug-Recycling, der Firma European Metal Recycling ltd, des Institute of Materials und der Foresight Vehicle Initiative.
Weitere Beiträge betreffen die Herausforderungen, die das Recycling-gerechte Design mit sich bringt, sowie die Folgen der Reduzierung des Schwermetallanteils in Fahrzeugen für die Kfz-Industrie. Darüber hinaus stehen die Themen Fahrzeug-Demontage, Wiederverwendung von Teilen und die Wirtschaftlichkeit neuer Geschäftsmöglichkeiten mit Altfahrzeug-Rückständen auf dem Programm.Weitere Angaben sind auf der Konferenz-Website unter www.elv.org.uk abrufbar.