Workshop zum Thema "Social Choice und künstliche Intelligenz", Barcelona, Spanien
Computational Social Choice (CSI) ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das unter anderem Informatik, künstliche Intelligenz, Logik, Politikwissenschaften und Wirtschaftstheorie miteinander kombiniert. Dabei befasst man sich mit der Anwendung von Techniken aus der Informatik, wie z.B. der Komplexitätsanalyse oder der Entwicklung von Algorithmen, um die Mechanismen der sozialen Entscheidung zu studieren, etwa Algorithmen zu Abstimmungsverfahren oder gerechter Aufteilung. CSI befasst sich auch mit der Einführung von Konzepten der Social Choice-Theorie in die Informatik.
Zum Beispiel zeigen klassische Ergebnisse der Abstimmungstheorie, dass es unter bestimmten Bedingungen unmöglich ist, ein Abstimmungsprotokoll zu erstellen, dass die Wähler nicht durch Berichte über unaufrichtige Präferenzen bei der Stimmabgabe manipulieren können. Man kann bei einem Wahlsystem, dass ein solches unaufrichtiges Wahlverhalten schafft, nicht erwartet, ein zuverlässiges Ergebnis für den am meisten bevorzugten Kandidaten zu erhalten. In den letzten Jahren haben Informatiker begonnen, diese Art von Problem aus der Perspektive der Informatik zu analysieren. Die Grundidee dabei ist, dass Manipulierbarkeit weniger Sorgen bereiten würde, wenn eine erfolgreiche Manipulation ein rechnerisch unlösbares Problem darstellt.
Der Workshop konzentriert sich auf Social Choice und künstliche Intelligenz und betrachtet Forschungen zu neuen Herausforderungen und Forschungsrichtungen in dem Bereich.Weitere Informationen unter: http://www.illc.uva.nl/COMSOC/IJCAI-2011/(öffnet in neuem Fenster)