"Mitochondrienfehlfunktionen: Umsetzung von Forschungsergebnissen und neue Therapien", Cambridge, Vereinigtes Königreich
Die Ursachen mitochondrialer Erkrankungen sind Fehlfunktionen der Mitochondrien - spezialisierten Organellen, die in allen Körperzellen mit Ausnahme der roten Blutzellen zu finden sind. Sie sind die Kraftwerke der Zellen, stellen mehr als 90% des Energiebedarfs bereit und schaffen damit die Bedingungen für zelluläres Überleben und Wachstum. Bei Fehlfunktionen wird die Energieversorgung der Zelle gedrosselt, sodass sie Schaden nehmen oder gar absterben kann. Hält der Zustand an und weitet sich auf andere Körperzellen aus, können Organsysteme ausfallen und sogar der Tod eintreten.
Die komplexe und meist unterdiagnostizierte Erkrankung erfährt aus medizinischer Sicht noch wenig Beachtung und ist nicht hinreichend erforscht. Unabhängig vom Alter kann sie unmittelbar nach der Geburt, nach 10 Jahren oder erst im Erwachsenenalter auftreten. Ein Zusammenhang besteht mit anderen häufigen Störungen wie Autismus, Parkinson- und Alzheimer-Krankheit, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) und Muskeldystrophie.
In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Mitochondrienforschung als klinische Einzeldisziplin etabliert. Mit dem Ziel, für alle Patienten auf molekularer Ebene Diagnosen zu ermöglichen, in Kombination mit neuesten Erkenntnissen zur Pathophysiologie und therapeutischen Fortschritten, bewegt sich das Forschungsfeld auf eine neue "translationale Ära" zu.
Die Konferenz bietet Forschern Gelegenheit zum Austausch neuester Forschungsergebnisse, Behandlungsmöglichkeiten und Ansätzen für neue präventive und therapeutische Strategien.Weitere Informationen sind abrufbar unter:
http://registration.hinxton.wellcome.ac.uk/display_info.asp?id=349(öffnet in neuem Fenster)