Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Programme Category

Inhalt archiviert am 2023-03-27

Article available in the following languages:

Programm (EGKS) "Pilot- und Demonstrationsprojekte in der Eisen- und Stahlindustrie", 1983-1987

 
Einzelheiten über die Einrichtung des Stahl-Demonstrationsprogramms für den Zeitraum 1983-1988 wurden in der "Mitteilung über die finanzielle Unterstützung von 'Pilot'- und/oder 'Demonstrations'-Projekten in der Eisen- und Stahlindustrie gemäß Artikel 55 des Vertrags über die Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl" (Amtsblatt Nr. C 81 vom 24.3.1983) veröffentlicht.

Auf der Basis von Artikel 55 des Vertrags über die Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) stellte dieses erste Programm von Pilot- und Demonstrationsprojekten eine Ergänzung der Stahlforschungsaktivitäten dar, die in den mittelfristigen Leitlinien für technische Stahlforschung 1981-1985 umrissen wurden (Amtsblatt Nr. C 99 vom 2.5.1981).

Das Pilotstadium wird durch den Bau, den Betrieb und die Entwicklung einer Anlage gekennzeichnet, die ausreichende Kapazität aufweist und Bauteile von ausreichender Größe verwendet. Ziel ist die Bestätigung der praktischen Durchführbarkeit eines theoretischen oder Laborkonzepts bzw. die Verbesserung und Zuverlässigkeit der technischen und wirtschaftlichen Daten, die für das Demonstrationsstadium und in bestimmten Fällen für das Industrialisierungs- oder kommerzielle Stadium notwendig sind.

Das Demonstrationsstadium wird durch den Bau bzw. den Betrieb einer Anlage im industriellen Maßstab bzw. eines wesentlichen Teils einer solchen Anlage gekennzeichnet, mit der alle technischen und wirtschaftlichen Daten gewonnen werden können, die die kommerzielle und/oder industrielle Nutzung der Technologie bei minimalem Risiko gestatten.
Bestimmung der Durchführbarkeit innovativer Technologien auf dem Gebiet der Stahlforschung durch Pilot- und/oder Demonstrationsprojekte bis zum Einsatzstadium.
- Sintern und Tablettieren;

- Einsatz von Koks und seiner Produkte in der Stahlindustrie;

- Hochofen- und Direktreduktion;

- Herstellung von Sauerstoff-und Elektrostahl;

- Abgießen und Erstarrung;

- Stahlverarbeitung (Öfen, Warm-und Kaltwalzen);

- Behandlung von Halbzeug und Fertigprodukten sowie von Nebenprodukten;

- Nutzung und Förderung von Stahl.
Die Kommission war für die Durchführung dieses Programms zuständig. Hinsichtlich der Förderungswürdigkeit der unterbreiteten Projektvorschläge wurde die Kommission von einem Ausschuß qualifizierter Experten unter dem Vorsitz eines Vertreters der Kommission beraten.

Finanzielle Unterstützung durch die Kommission konnte von einem beliebigen Unternehmen, einer beliebigen Forschungseinrichtung oder anderen Organisationen in einem Mitgliedstaat beantragt werden, deren Tätigkeit auf Eisen und Stahl abstellte. Projekte mit wenigstens zwei Partnern in zwei verschiedenen Mitgliedstaaten wurden dabei bevorzugt gefördert. Einer der Partner mußte dabei ein Unternehmen der Stahlindustrie sein. Anträge mußten jeweils vor dem 1. November eines Jahres für das kommende Finanzjahr gestellt werden.

Die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinschaft überstieg in der Regel 50 % der Gesamtkosten des Projekts nicht. Der Umfang der Unterstützung wurde individuell für jedes Projekt entschieden. Dabei wurden die Besonderheiten des Projekts, sein Wert für die Gemeinschaft, andere bereits bewilligte oder erwartete Unterstützung und das von den Antragstellern eingegangene Risiko mit einbezogen. Bei der Unterstützung handelte es sich um finanzielle Unterstützung von bis zu 50 %. Diese Unterstützung ist zurückzahlbar, wenn die Ergebnisse des Projekts kommerziell genutzt werden.
Mein Booklet 0 0