Forschungsprogramm (EWG) im Bereich des Umweltschutzes, 1973-1976
Das GFS-Programm über Umweltschutz (direkte Aktion) begann zum gleichen Zeitpunkt in Ispra, an dem der Ministerrat ein dreijähriges indirektes Aktionsprogramm im gleichen Bereich vereinbarte. Die beiden Programme (direkt und indirekt) wurden zwar unabhängig voneinander durchgeführt, bei zwei Einzelvorhaben kam es aber während dieses Zeitraums zu einer Zusammenarbeit.
Das GFS-Programm beinhaltete eine relativ grosse Anzahl kleiner Vorhaben, und die Entwicklung hochentwickelter Messverfahren und -ausrüstungen wurde betont.
Ausarbeitung und Evaluierung von Kriterien auf wissenschaftlicher Basis für die wichtigsten Schadstoffe in Luft, Wasser und Boden.
Tätigkeiten:
- Entwicklung von Aerosolzählern;
- Aufbau eines Demonstrationsmodells der thermischen Störung eines Flusses;
- Untersuchung der Aerosolaufnahme organischer Stoffe;
- Studien über Biotelemetrie mit Labortieren und über Wasserreinigung durch katalytische Oxidierung;
- Entwicklung eines Geräts zur Spurenanalyse flüchtiger Schadstoffe in Luft-, Wasser- und Bodenproben;
- Pilotvorhaben über ein Daten- und Informationsnetz über umweltrelevante Chemikalien (ECDIN) (in Zusammenarbeit mit dem indirekten Programm);
- Studien des Abbaus von Bleitetraäthyl unter Umweltbedingungen;
- Studien der Aufnahme von Schwefeldioxid durch Pflanzen und Böden;
- Studien des Transport- und Stoffwechselmechanismus von Cadmium in Labortieren;
- Studie der Umweltpfade von Kraftfahrzeugblei (in Zusammenarbeit mit dem indirekten Programm);
- Studie der Eutrophierung von Seenwasser durch Phosphate und Stickstoffe;
- Instrumentenentwicklung für Luftverschmutzungsstudien.
Die Kommission, die vom Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt wird, sorgte für die Durchführung der Forschung und nahm dabei die Dienste der GFS in Anspruch.