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Material Culture of Disability in Northern France (13th–15th Century)

Projektbeschreibung

Rekonstruktion der materiellen Geschichte von Behinderung im Mittelalter

Historische Überlieferungen aus dem Mittelalter enthalten kaum Hinweise auf behinderungsbezogene Gegenstände wie Krücken, Gehstöcke, angepasste Schuhe und Karren, was zu einem unvollständigen Verständnis von nicht normkonformen Körpern in der Vergangenheit führt. Mit Unterstützung der Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen wird das MATDIS-Projekt untersuchen, wie Behinderung im spätmittelalterlichen Nordfrankreich (13.–15. Jahrhundert) erlebt und materiell unterstützt wurde. Durch die Verknüpfung von historischer Analyse, Kunstgeschichte, Materialkulturforschung und partizipativer Forschung mit behinderten Mitforschenden untersucht das Projekt Wundererzählungen, visuelle Quellen und erhaltene Artefakte, um verlorene Gegenstände zu rekonstruieren und zu analysieren, wie Behinderung im Laufe der Zeit dargestellt oder ausgeblendet wurde. Mithilfe einer digitalen Ausstellung und eines methodischen Toolkits wird MATDIS Museen und Kulturinstitutionen dabei unterstützen, inklusivere Interpretationen marginalisierter Geschichtsverläufe zu entwickeln.

Ziel

In the late Middle Ages, the lives of disabled people were shaped by material objects – crutches, canes, adapted shoes, carts – most of which have since disappeared. Their absence from collections and narratives continues to influence how we imagine the medieval past. Material Culture of Disability in Northern France (13th–15th Century) (MATDIS) addresses this gap by recovering, reconstructing, and reinterpreting disability-related artefacts. It examines miracle narratives, visual sources, and surviving heritage items to understand how non-normative bodies interacted with and adapted their environments, and how these material traces have been preserved, misclassified, or erased over time.
To achieve this, MATDIS combines historical analysis, art history, and material culture studies with participatory research involving disabled co-researchers. The project develops a typology of medieval mobility aids, reconstructs lost objects through experimental archaeology, and analyses how disability has been represented – or omitted – in both medieval sources and present-day heritage practices. It also recontextualises rare surviving examples such as ex-votos, revealing their social, functional, and symbolic roles.
By linking detailed case studies to broader debates on representation, inclusion, and heritage-making, MATDIS directly contributes to the University of Turku’s priorities on cultural diversity, inclusive societies, and citizen participation in heritage. Its outputs – including a digital exhibition and methodological toolkit – will benefit historians, museum professionals, and the wider public, providing concrete strategies to integrate disability into curatorial narratives. MATDIS aims not only to expand the historical record but also to transform how cultural institutions engage with marginalised histories, offering a replicable model for more inclusive heritage interpretation across Europe and beyond.

Wissenschaftliches Gebiet (EuroSciVoc)

CORDIS klassifiziert Projekte mit EuroSciVoc, einer mehrsprachigen Taxonomie der Wissenschaftsbereiche, durch einen halbautomatischen Prozess, der auf Verfahren der Verarbeitung natürlicher Sprache beruht. Siehe: Das European Science Vocabulary.

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Schlüsselbegriffe

Schlüsselbegriffe des Projekts, wie vom Projektkoordinator angegeben. Nicht zu verwechseln mit der EuroSciVoc-Taxonomie (Wissenschaftliches Gebiet).

Programm/Programme

Mehrjährige Finanzierungsprogramme, in denen die Prioritäten der EU für Forschung und Innovation festgelegt sind.

Thema/Themen

Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen sind nach Themen gegliedert. Ein Thema definiert einen bestimmten Bereich oder ein Gebiet, zu dem Vorschläge eingereicht werden können. Die Beschreibung eines Themas umfasst seinen spezifischen Umfang und die erwarteten Auswirkungen des finanzierten Projekts.

Finanzierungsplan

Finanzierungsregelung (oder „Art der Maßnahme“) innerhalb eines Programms mit gemeinsamen Merkmalen. Sieht folgendes vor: den Umfang der finanzierten Maßnahmen, den Erstattungssatz, spezifische Bewertungskriterien für die Finanzierung und die Verwendung vereinfachter Kostenformen wie Pauschalbeträge.

HORIZON-TMA-MSCA-PF-EF - HORIZON TMA MSCA Postdoctoral Fellowships - European Fellowships

Alle im Rahmen dieses Finanzierungsinstruments finanzierten Projekte anzeigen

Aufforderung zur Vorschlagseinreichung

Verfahren zur Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen mit dem Ziel, eine EU-Finanzierung zu erhalten.

(öffnet in neuem Fenster) HORIZON-MSCA-2025-PF

Alle im Rahmen dieser Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen finanzierten Projekte anzeigen

Koordinator

TURUN YLIOPISTO
Netto-EU-Beitrag

Finanzieller Nettobeitrag der EU. Der Geldbetrag, den der Beteiligte erhält, abzüglich des EU-Beitrags an mit ihm verbundene Dritte. Berücksichtigt die Aufteilung des EU-Finanzbeitrags zwischen den direkten Begünstigten des Projekts und anderen Arten von Beteiligten, wie z. B. Dritten.

€ 226 276,80
Adresse
YLIOPISTONMAKI
20014 Turku
Finnland

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Region
Manner-Suomi Etelä-Suomi Varsinais-Suomi
Aktivitätstyp
Higher or Secondary Education Establishments
Links
Gesamtkosten

Die Gesamtkosten, die dieser Organisation durch die Beteiligung am Projekt entstanden sind, einschließlich der direkten und indirekten Kosten. Dieser Betrag ist Teil des Gesamtbudgets des Projekts.

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