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Den Bewegungsverlauf von Mobiltelefonen für bessere Anwendungen nutzen

Die Bewegungsmuster, die sich aus den Signalen unserer Mobiltelefone ableiten lassen, können für zahlreiche Anwendungen sehr nützlich sein. Dies führte zu einer neuen Forschungsarbeit zur Nutzung der großen Datenmengen von Mobiltelefonen.

Digitale Wirtschaft

Die Mobiltechnologie entwickelt sich mit unvergleichlicher Geschwindigkeit weiter und kann für Bürger und Gemeinschaften auf unzählige Weisen nützlich sein. Die zum Bewegungsverlauf von Mobiltelefonen gesammelten Daten können beispielsweise zur Verkehrsleitung beitragen. Vor diesem Hintergrund untersuchte das EU-finanzierte Projekt SEEK (Semantic enrichment of trajectory knowledge discovery), wie die Erfassung von Daten aus den Bewegungsverläufen von Mobiltelefonen verbessert werden könnte. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf den semantischen Aspekt – d.h. die Bedeutung der Bewegung –, um die Daten für eine Reihe von Anwendungen effizienter zu verwerten. Um seine Ziele zu erreichen, identifizierte das Projektteam mehrere potentielle Anwendungen und erforschte, wie die Daten am besten erhoben und verarbeitet werden können, darunter Techniken zum Filtern, Bearbeiten, Anreichern, Speichern und Analysieren der Bewegungsdaten. Dies wurde durch ein sogenanntes Datenlager realisiert, das neu definierte semantische Bewegungsverläufe sammelt. Genauer gesagt, betrachtete das Projekt die semantische Wissensentdeckung etwas eingehender. Es untersuchte bestimmte Entdeckungsmethoden, mit denen nicht nur der Bewegungsverlauf selbst sondern auch seine Bedeutung erkannt werden soll. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Eigenschaften eines Verlaufs erfasst und neue Nachverarbeitungs- und Visualisierungsverfahren artikuliert, um aussagekräftigere Informationen zu erhalten. Darüber hinaus untersuchten die Wissenschaftler von SEEK die sozialen Aspekte dieser Bewegungsdaten. Soziale Netzwerke und Bewegungsinteraktionen wurden untersucht, wodurch neue und interessante Forschungsherausforderungen entstanden. Eine bemerkenswerte Anwendung, die aus dem Projekt hervorgegangen ist, heißt TripBuilder, ein Prototyp für ein digitales Reisebüro, das Touristen die beste Reiseroute nennen kann. Dies erreicht es, indem es die Interessen und Zeitbudgets der einzelnen Benutzer mit der "Weisheit der Massen" abwägt, die von Wikipedia, Flickr und Google Maps extrahiert werden. Eine weitere Anwendung ist ComeWithMe, das die Bewegungsverläufe von Autos in den Städten analysiert, um Möglichkeiten für Fahrgemeinschaften basierend auf dem Reiseziel zu identifizieren und gleichzeitig die Flexibilität des Anwenders zu integrieren. Die Projektergebnisse wurden an interessierte Parteien durch Workshops, Zeitschriften und Konferenzen verbreitet. Die Technologie und das Know-how könnten sich auf vielerlei Weise positiv auf verschiedene Bereiche wie das Verkehrswesen oder Toursimus durch bis hin zum Sicherheitssektor auswirken.

Schlüsselbegriffe

Mobile Geräte, semantische Trajektorien, digitales Reisebüro, Weisheit der Massen, Fahrgemeinschaften

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