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Mapping and assessment of research portfolios

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Neue Methoden zur besseren Beurteilung von Forschungsbeständen in der Wissenschaft

Der Begriff Forschungsportfolio wird zunehmend von Förderagenturen genutzt, aber es gibt kein klares Verständnis und sehr wenig Forschung darüber, wie man es definiert, abbildet und bewertet. Eine EU-Initiative führte einen explorativen Ansatz zur Untersuchung von Forschungsportfolios ein.

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Mit der EU-Finanzierung entwickelte das Projekt MAPREPORT (Mapping and assessment of research portfolios) Frameworks und Werkzeuge zur Analyse von Forschungsportfolios. Die Arbeit begann mit einer Literaturrecherche, anschließend wurde ein allgemeiner konzeptioneller Rahmen für Forschungsportfolios in der Wissenschaftspolitik erstellt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung des Forschungsportfolios bei der Bewältigung großer Herausforderungen wie Klimawandel oder Adipositas die Vielfalt der Forschungslinien, die für eine besondere gesellschaftliche Herausforderung angesichts der Unsicherheit und der Unklarheit der Forschungsergebnisse relevant sind, anerkennen sollte. Es sollte auch die Beziehungen zwischen den Forschungsoptionen eines Portfolios und den erwarteten gesellschaftlichen Ergebnissen untersuchen und eine ganzheitliche Perspektive auf ein Forschungsportfolio anwenden, welche dieses als funktionales Ganzes betrachtet und nicht als die Summe seiner Teile untersucht. MAPREPORT führte drei Fallstudien zu Forschungsportfolios durch, die Vogelgrippe, Fettleibigkeit und Reis abdecken. Für die Vogelgrippe werden verschiedene Optionen des Portfolios von verschiedenen institutionellen Treibern, etwa öffentlichen Labors, Universitäten oder Pharmaunternehmen, priorisiert. Globale Forschung zur Fettleibigkeit konzentriert sich auf Biologie und medizinische Forschung, wobei relativ weniger Bemühungen im Bereich öffentliche Gesundheit und psychologische oder sozialwissenschaftliche Ansätze stattfinden. Die Reisforschung wird nur teilweise durch gesellschaftliche Forderungen erklärt. In den meisten Ländern, in denen Reis ein Hauptnahrungsmittel ist und eine wichtige Nahrungs- und Kalorienquelle darstellt, spezialisiert man sich nicht auf Reisforschung im Zusammenhang mit der Ernährung. Die Projektpartner entwickelten Methoden, um den Wert der Forschung anhand eines breiteren Spektrums von Kriterien als den traditionellen bibliometrischen Werkzeuge zu beurteilen, die für die meisten Untersuchungen als zunehmend als unzureichend angesehen werden. Um dies zu erreichen, interviewten sie Interessengruppen. Dank MAPREPORT werden Förderstellen und große öffentliche wissenschaftliche Einrichtungen wahrscheinlich besser in der Lage sein, in Zukunft die Forschung zu charakterisieren, die sie unterstützen

Schlüsselbegriffe

Forschungsportfolios, MAPREPORT, Wissenschaftspolitik, Vogelgrippe, Fettleibigkeit, Reis

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