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Innovative Prozesse für Biokunststoffe

Verpackungsmaterialien gehören zu den Hauptgründen für die Umweltverschmutzung, und all dieser nicht biologisch abbaubare Müll verursacht nicht nur schwere Schäden an der Umwelt, sondern letztlich auch an der menschlichen Gesundheit. Da dieser Umstand ein gravierendes Problem in der Europäischen Union ist, nahm sich eine Forschergruppe seiner an und entwickelte ein Verfahren zum Testen der biologischen Abbaubarkeit von Biokunststoffen (einer Alternative zu den gängigen Kunststoffen) mit Hilfe spezieller Mikroorganismuskulturen.

Klimawandel und Umwelt

Verpackungsmaterialien, z.B. solche aus Kunststoff, bilden einen wichtigen Teil unseres täglichen Lebens, doch eben diese Kunststoffe bergen auch große Umweltrisiken. Angesichts dieser Krise in der EU sollten Verbraucher wie politische Entscheidungsträger gleichermaßen aktiv die Verwendung von Biokunststoffen fördern, also von biologisch abbaubaren Verpackagungsmaterialien. Biokunststoffe sind vorteilhafte Alternativen zu konventionellen Kunststoffen, da sie sich ohne Verschmutzung der Umwelt kompostieren lassen und auch nicht zu semipermanentem Müll werden, wenn sie sorglos am Strand, im Wald oder gar am Straßenrand weggeworfen werden. Unter den Begriff "Biokunststoffe" fallen jedoch sehr viele Materialien, die höchst unterschiedliche chemische Eigenschaften haben und nicht in gleicher Weise biologisch abgebaut werden. Daher bedarf es geeigneter Bewertungstechniken, mit denen sich der biologische Abbaubarkeitsgrad solcher Kunststoffe exakt bestimmen lässt. Zu diesem Zweck entwickelten Forscher aus Belgien, Deutschland, der Schweiz und Italien innovative In-vitro-Schnelltests zur Ermittlung der biologischen Abbaubarkeit von Kunststoffen mit Kulturen von Mikroorganismen. Dabei entdeckte dieses Konsortium spezielle Mikroorganismen, die Biokunststoffe zersetzen können, und nutzte diese Mikroorganismen zur Entwicklung von standardisierten In-vitro-Tests für die schnelle Analyse der biologischen Abbaubarkeit. Diese Tests erwiesen sich als sehr vielseitig, denn sie eignen sich zur Beurteilung von verschiedenartigen Biokunststoffen wie z.B. Polyhydroxyalkanoaten, Polycaprolactonen, Kunststoffen auf Polycaprolactonbasis (MaterBi), synthetischen Polyestern (Bionolle) und Polyurethanen. Diese innovativen Tests könnten sich als wertvolles Hilfsmittel bei der Erhaltung einer intakten Umwelt erweisen und dazu beitragen, dass Biokunststoffe auf möglichst wirksame Weise biologisch abgebaut werden.

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