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New approaches for the valorisation of URBAN bulky waste into high added value RECycled products

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 690103

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 Juni 2016

  • Enddatum

    30 November 2019

Finanziert unter:

H2020-EU.3.5.4.

  • Gesamtbudget:

    € 10 011 331,43

  • EU-Beitrag

    € 8 618 970,39

Koordiniert durch:

AIMPLAS - ASOCIACION DE INVESTIGACION DE MATERIALES PLASTICOS Y CONEXAS

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Pilotprojekt in EU-Regionen für einen Kreislaufwirtschaftsansatz zur Bewirtschaftung von Sperrmüll

Das Projekt URBANREC arbeitet durch eine stärkere Bewirtschaftung von Sperrmüll an der Verbesserung von Möglichkeiten für die Rückgewinnung von Materialien aus dem Abfallstrom.

Klimawandel und Umwelt
Gesellschaft
Energie
© Kzenon, Shutterstock

Dieser Abfallstrom hat laut Raquel Giner Borrull und Ana Isabel Crespo Soler, die beide bei AIMPLAS, dem Koordinator des Projekts URBANREC, beschäftigt sind, mannigfaltige und verschiedenartige Umweltauswirkungen und stellt zahlreiche Herausforderungen im Zusammenhang mit der Logistik. „Zu den weiteren Herausforderungen zählt der Mangel an stringenten Vorschriften und der Mangel an Marktergebnissen, die unter anderem auf das Nichtvorhandensein von kosteneffektiven Verwertungsmethoden zurückzuführen sind“, merken sie an.

Sperrmüll-Bewirtschaftung in einem vielschichtigen europäischen Raum

Die Sperrmüll-Bewirtschaftung wird in allen Demonstrationsländern des Projekts reguliert und organisiert: Belgien, Spanien, Polen und der Türkei. Obwohl alle Länder jeweils andere Volkswirtschaften und ein anderes Sozialempfinden haben, verfolgen sie gemeinsam das Ziel einer Verbesserung der Sperrmüll-Bewirtschaftung. Flandern in Belgien ist ein Gebiet mit einem der fortschrittlichsten Abfallsammlungssysteme in Europa, das mehrere Erfolge in der verbesserten Weiterverwendung und Verwertung von Sperrmüll (zur Gewinnung von Produkten mit hoher Wertschöpfung) vorzuweisen hat. Flandern umfasst ein gut organisiertes Netzwerk von Zentren und Geschäften für die Weiterverwendung und die Region hat ein Deponieverbot für recycelbaren und verbrennbaren Abfall eingeführt. In Valencia (Spanien) „ist es gang und gäbe, dass Menschen mit begrenzter Existenzsicherung unter anderem durch den Verkauf von Metallschrott ihren Lebensunterhalt bestreiten“, berichten die Koordinatoren. Obwohl dies üblicherweise von den Gemeinden toleriert wird, erschwert dies die Umsetzung eines Ansatzes für die Weiterverwendung oder das Recycling von Materialien in den betreffenden Wertstoffhöfen. „Das Projekt hat in Valencia dabei geholfen, die Auswirkungen des Problems für unsere Bürgermeister sichtbar zu machen und zu quantifizieren, damit wir die aktive Zusammenarbeit von ihnen einfordern können, während mittelfristig zudem die soziale und berufliche Eingliederung dieser Menschen in besagte Aufbereitungsaktivitäten für die Weiterverwendung angestrebt wird.“ In Warschau (Polen) werden derzeit neue Regelungen für die selektive Sammlung von städtischem Abfall umgesetzt. Hierbei ist es wichtig, auf Bedingungen zu achten, welche – im Kontext von Aktivitäten zur Weiterverwendung oder Verwertung von Sperrmüll – eine angemessene Abfalltrennung ermöglichen, damit Produkte und Materialien von hinreichender Qualität gewonnen werden können. In Izmir (Türkei) gibt es kaum spezifische Vorschriften zu Sperrmüll. Es werden jedoch neue rechtliche und praktische Schritte zur Verbesserung der Bewirtschaftung unternommen. Die Aktivitäten und Ergebnisse des Projekts helfen beispielsweise bei der Planung von Wertstoffhöfen, die sich landesweit noch im Bau befinden.

Eine Basis für die zukünftige Gesetzgebung inspirieren

Zu den bedeutsamsten Erfolgen von URBANREC zählen bis dato der Wissenstransfer und Erprobung, die Abfallsammlung zum Zwecke des Recyclings und Bildungsprogramme, die auf die Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger zugeschnitten sind. „Die im Rahmen von URBANREC entwickelten Lösungen werden zur verminderten Nutzung fossiler Ressourcen beitragen, die Weiterverwendung erhöhen und Abfallstoffe in Rohstoffe verwandeln, um so zu einer Reduktion der CO2-Emissionen um 10 bis 20 % beizutragen“, schwärmen Giner Borrull und Crespo Soler. Abschließend wurde ein Leitfaden erstellt, um die URBANREC-Bewirtschaftung auf EU-Ebene umzusetzen. Dieser wird 15 Projektempfehlungen zur Verbesserung des EU-Rahmens im Zusammenhang mit Sperrmüll beinhalten. Lokale Behörden, die an dem Projekt beteiligt sind, engagieren sich dafür, die Ergebnisse des Projekts als Grundlage für die zukünftige Gesetzgebung sowie als Anreize hinsichtlich der Weiterverwendung/des Recyclings in ihren Kompetenzbereichen zu berücksichtigen. In Bezug auf die langfristige Wirkung von URBANREC erklären die Koordinatoren, dass das Projekt ihrer Auffassung nach (dank der selektiven Abfallsammlung und eines umfassenden Netzwerks von Wertstoffhöfen) „eine Reduktion der Gesamtmenge an Sperrmüll und eine bessere Bewirtschaftung durch die effektive Weiterverwendung und Verwertung nicht weiterverwendbarer Stoffe bewirkt“.

Schlüsselbegriffe

URBANREC, Sperrmüll, Weiterverwendung, Recycling, Abfallwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Umweltauswirkungen, Wertstoffhöfe, Siedlungsabfall

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 690103

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 Juni 2016

  • Enddatum

    30 November 2019

Finanziert unter:

H2020-EU.3.5.4.

  • Gesamtbudget:

    € 10 011 331,43

  • EU-Beitrag

    € 8 618 970,39

Koordiniert durch:

AIMPLAS - ASOCIACION DE INVESTIGACION DE MATERIALES PLASTICOS Y CONEXAS

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