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Neu isolierte Mikroorganismen reinigen Abwasser

Die erst kürzlich gelungene Isolation von thermophilen Mikroorganismen gibt Hoffnung auf Möglichkeiten zum Abbau von umweltschädlichen Substanzen im Abwasser von Produktionsbetrieben.

Klimawandel und Umwelt

Angesichts der heutigen Umweltprobleme sind umweltfreundliche Lösungen für den Umgang mit Gefahrstoffen im Abwasser von Produktionsbetrieben gefragt, das nicht biologisch aufbereitet werden kann. Vor diesem Hintergrund wurden jetzt Möglichkeiten zum Abbau von Umweltschadstoffen - und insbesondere xenobiotischen Verbindungen - mit Hilfe von thermophilen Mikroorganismen untersucht. Thermophile Mikroorganismen, so stellte sich dabei heraus, sind in der Lage, solche Schadstoffe bei Temperaturen zwischen 55°C und 75°C unter aeroben und anaeroben Bedingungen abzubauen. Diese Fähigkeit ist direkt anwendbar auf den Abbau von Schadstoffen, die sich bei niedrigen Temperaturen aus Gründen der Löslichkeit und Bioverfügbarkeit nur schwer zersetzen. Nachgewiesen wurde auch, dass es in der Natur zahlreiche thermophile Mikroorganismen gibt, die in der Lage sind, Umweltschadstoffe in diesem Temperaturbereich abzubauen. Bei dieser Technologie, die bereits erprobt wurde und für Demonstrationszwecke zur Verfügung steht, erfolgt eine Anreicherung von thermophilen Mikroorganismen. In diesem Projekt wurden die Abbauwege aufgeklärt und die in den Abbauwegen wirkenden Enzyme isoliert und charakterisiert. Dieses Verfahren ist nicht nur wegweisend, was die Entdeckung weiterer Mikroorganismen angeht, sondern bringt auch direkte Vorteile für Unternehmen, in denen kontaminiertes Abwasser mit hohen Temperaturen anfallen. Diese Unternehmen können die in diesem Abwasser enthaltenen Schadstoffe jetzt wirksam abbauen und so einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft leisten.

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