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Medizinische Versorgung auch für Menschen abgelegenen Regionen

Wer in einer dünn besiedelten Gegend wohnt, hat meist große Nachteile, was den Zugang zu medizinischer Versorgung angeht. Dies gilt auch für Menschen in Notfallsituationen und Personen, die fernab von größeren Ortschaften arbeiten. Glücklicherweise hat ein europäisches Konsortium jetzt ein Telemedizin-Netzwerk entwickelt, das diese Probleme löst und traditionelle medizinische Dienste auch für diese Bevölkerungskreise zugänglich macht.

Gesundheit

Für Menschen, die in abgelegenen Regionen wohnen oder arbeiten, erweist sich der Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung nicht selten als schwierig. Auch in vielen Notfallsituationen ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich, obwohl traditionelle medizinische Einrichtungen schwierig zu erreichen sind. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass der Zugang zu medizinischen Diensten und Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge ein wichtiger Aspekt der europäischen Gesellschaft ist, wurde das Projekt NIVEMES ins Leben gerufen. Bei diesem Projekt wurden Verfahren der Telematik und der Telemedizin zur Entwicklung eines Netzwerks angewendet, in dem Institutionen der Gesundheitsfürsorge miteinander verbunden sind und durch eine umfassende Software unterstützt werden, um so zu erreichen, dass auch Menschen in entlegenen Gebieten eine bessere medizinische Versorgung erhalten. NIVEMES verknüpft administrative Funktionen und medizinische Informationen nach einem dynamischen Verfahren und sichert auf diese Weise nicht nur die medizinische Versorgung isoliert lebender Bevölkerungsteile, sondern vereinfacht auch den Informationsaustausch zwischen medizinischen Einrichtungen in entlegenen Gebieten und unterstützt sie dabei, ihren Patienten besser helfen zu können. Die griechischen, portugiesischen, schwedischen, irischen, britischen und italienischen Forscher, von denen NIVEMES entwickelt wurde, bauten dieses Telemedizin-Netzwerk außerdem so auf, dass es eine einheitliche und strukturierte medizinische Versorgung gewährleistet. Das so konzipierte Netzwerk besteht aus medizinischen Einrichtungen, die über Kommunikationswege innerhalb eines kohärenten Netzwerks untereinander verbunden sind. Im Rahmen des Projekts NIVEMES sind nicht nur innovative Dienste der Gesundheitsfürsorge, sondern auch verschiedene weitere Dienste entstanden, die deutliche Verbesserungen für die traditionellen Dienste gebracht haben. Mit NIVEMES wurde eine Plattform für Dienste, Applikationen und Supportfunktionen der Gesundheitsfürsorge geschaffen, die das Netz der Telemedizin-Gesundheitsdienste und medizinischen Institutionen unterstützen. Mit diesen Diensten sollen Anwender, die in entlegenen Gebieten (z.B. auf Inseln) ansässig sind oder in einem isoliertem Umfeld arbeiten (z.B. in der Marine) unterstützt werden. Vorteile bietet das Netzwerk auch mobilen Anwendergruppen wie z.B. der Seeschifffahrt. Im Projekt NIVEMES wurden zudem einige Innovationen entwickelt, zu denen unter anderem Softwaremodule für telemedizinische Dienste und ein terrestrisches Netzwerk von elektronisch - über ein Weitverkehrsnetzwerk (Wide Area Network, WAN) - miteinander verbundenen Organisationen der Gesundheitsfürsorge gehören. NIVEMES wird bereits erfolgreich in Irland, Griechenland, Portugal und Schweden eingesetzt, könnte aber auch zur weiteren Verbesserung der medizinischen Versorgung in entlegenen Regionen des gesamten europäischen Raumes genutzt werden.

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