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Intelligenter Tampondruck

Der Tampondruck zum Bedrucken von 3-D-Objekten unterschiedlicher Form und Größe - etwa der Tasten von Tastaturen - ist eines der erfolgreichsten Druckverfahren, die bisher für die Druckindustrie entwickelt wurden. Doch dieses Verfahren wurde seit seiner Erfindung kaum weiter entwickelt und unterliegt zudem einigen Beschränkungen, die es teuer, arbeitsintensiv und für moderne Produktionsumgebungen ungeeignet machen. Durch neue Entwicklungen sowohl bei den Automationsprozessen als auch den Druckfarben wird der Tampondruck jetzt wettbewerbsfähiger, billiger und für die vollautomatische Produktion von Massendruckerzeugnissen verwendbar.

Industrielle Technologien

Um eine Abbildung erfolgreich auf ein dreidimensionales Objekt zu übertragen, dessen Oberflächen unter Umständen weder glatt sind noch symmetrisch verlaufen, ist beim Einsatz von Tampondruckmaschinen (in offenen oder geschlossenen Systemen) die Viskosität der Druckfarbe von allergrößter Wichtigkeit, damit die Druckplatten so am Stempelkissen haften, dass das Druckbild auf die zu bedruckende Oberfläche gepresst werden kann. Für eine kosteneffektive Ausführung dieses Vorgangs kommt es auf die Druckfarbenqualität, aber auch auf die Beschaffenheit der bedruckten Oberflächen an. Dieses ungewöhnliche Druckverfahren ist in Verbindung mit bestimmten Oberflächen und Druckfarben nicht verwendbar. So lassen sich beispielsweise Produkte aus Siliziumverbindungen oder Glas nicht haltbar bedrucken, und auch Druckfarben, die bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht aushärten, kommen für dieses Verfahren nicht in Betracht. Die Neuentwicklung jedoch ermöglicht die Verwendung von UV-aushärtbaren Druckfarben, die keinerlei Lösemittel oder Additive erfordern. Gegenwärtig sind Druckfarben auf dem Markt, denen je nach dem Materialeigenschaften der zu bedruckenden Oberfläche Verzögerungsmittel, Lösemittel, Mattierungsmittel, Haftungsverbesserer, Verschnittmittel und Katalysatoren zugesetzt werden. In allen Fällen werden Druckfarben auf Harzbasis verwendet, um eine maximale Viskosität der Farbe zu erzielen, wodurch sich aber andererseits das Mischen geeigneter Farben kompliziert und teuer gestaltet. Dieses von einem niederländischen Unternehmen entwickelte intelligente Tampondrucksystem bietet eine Reihe beträchtlicher Vorteile. Es ist nicht nur in Kombination mit UV-aushärtbaren Druckfarben anwendbar, die allgemein eine höhere Qualität aufweisen und beständiger sind, sondern arbeitet auch mit einem hohen Automatisierungsgrad, was dem gesamten Druckvorgang hohe Schnelligkeit und Zuverlässigkeit verleiht. In diesem Hochgeschwindigkeits-Druckverfahren kommt eine Sensortechnologie zur Anwendung, die eine Kontrolle der Druckbildqualität im laufenden Betrieb gestattet und mit Algorithmen zur Analyse von Fehlern bei der Druckbildwiedergabe programmiert werden kann. Durch den vollautomatischen Betrieb und die Verwendung von qualitativ höherwertigen Druckfarben ist der Tampondruck zu einem abgeschlossenen Zyklus geworden, bei dem ein Nachbedrucken von Oberflächen nicht mehr erforderlich ist. Ein System, das nach diesem Verfahren arbeitet, spart somit Arbeitskraft und Kosten und erfordert für die laufende Wartung keinen Bediener mit Spezialkenntnissen. Zur technischen Entwicklung gehören neben einem neuen Laser-Ätzverfahren zur Materialbearbeitung auch Konzepte für den Aufbau von Tampondrucksystemen aus Modulen sowie eine Analyse von Farbkissendeformationen. Mit diesen Vorzügen ist das Produkt ein Werkzeug, das die Wettbewerbsfähigkeit der Europäer auf dem Tampondruckmarkt stärken wird.

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