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Infrastruktur der innerstädtischen Energieversorgung für Elektrofahrzeuge

Der derzeitige starke Anstieg des öffentlichen Interesses an Umweltthemen, ausgelöst durch die inzwischen offensichtlichen Folgen der menschlichen Industrialisierungsaktivitäten, hat der Forschung im Bereich alternative, umweltfreundliche Technologien einen Auftrieb gegeben. Besonders die Bedenken hinsichtlich der Luftqualität in den Städten haben die Automobilindustrie dazu veranlasst, sich ernsthaft mit der Machbarkeit eines elektronischen Beförderungsmittels auseinander zusetzen. Bei dem aktuellen EU-geförderten Projekt wurden die für das Wiederaufladen der Elektrofahrzeuge erforderlichen Stromtankstellen entwickelt.

Energie

Viele europäische Städte, darunter Athen als bekanntestes Beispiel, sehen sich ständig wachsenden Problemen hinsichtlich der Luftqualität gegenüber, verursacht durch die große Anzahl von Fahrzeugen. Fahrzeugemissionen sind die Hauptursache für die Bildung von Smog, und obgleich der Einsatz von Katalysatoren die Situation erheblich verbessert hat, steht eine umsetzbare und langfristige Lösung für dieses Problem noch aus. Von Elektrofahrzeugen erhofft man sich eine Verbesserung der Verkehrsbedingungen - wichtiger ist jedoch, dass ihr abgasfreier Betrieb einen erheblich gesünderen Lebensraum schafft. Eines der Hindernisse für die Markteinführung derartiger Fahrzeuge ist die fehlende Strominfrastruktur für diese Fahrzeuge, also das Pendant zur Tankstelleninfrastruktur für herkömmliche benzin-/dieselbetriebene Fahrzeuge. Das EVIAC-System (EVIAC - Electric Vehicle Inductive Automatic Charging) ist ein Forschungsprojekt, bei dem vier verschiedene Topologien für induktive Ladesysteme mit automatischem Anschluss entwickelt wurden. Die Innovation besteht vor allem darin, dass ein Eingreifen seitens des Fahrers im Gegensatz zu anderen Ladestrukturen nicht mehr länger erforderlich ist. Die vier verschiedenen Systeme erfüllen unterschiedliche Anforderungen. Bei den ersten drei handelt es sich um hochfrequente Koppler, entweder mit einem passiven mechanischen Ausrichtungssystem, einem aktiven Docking-System oder einem System mit einer hohen Positionstoleranz. Das vierte System ist ein System mit einer Zwischenfrequenz von 400 Hz. Systeme wie diese umfassen locker gekoppelte Induktoren, wodurch sofort Probleme mit der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) auftreten. Die Einschränkungen wurden gründlich analysiert. Die vorgeschlagenen Netzwerke aus Stromversorgungsstationen, so genannte Stromtankstellen, sind im Wesentlichen auf Anwender ausgelegt, die ihre Fahrzeuge häufiger aufladen müssen, wie beispielsweise bei E-Taxis oder E-Bussen. Die Anforderungen der Anwender wurden detailliert analysiert und vorhergesagt. Sicherheit, Schutz und Verlässlichkeit sind weitere Punkte, die behandelt wurden. Ein anwenderfreundliches Ladesystem lässt sich auf einfache Weise in die Stadt integrieren und wird dem Bürger so näher gebracht. Darüber hinaus sind die erforderlichen Investitions- und Wartungskosten tatsächlich vergleichbar mit denen einer herkömmlichen Parkuhrinfrastruktur. E-Taxis, E-Busse, Nutzfahrzeuge oder industrielle Lastwagen können die entwickelte Technologie nutzen. Außerdem werden Anwendungen wie das EVIAC-Projekt die Entwicklung der Elektrofahrzeugtechnologie weiter vorantreiben und die dringend benötigte Markteinführung ein Stückchen näher bringen.

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