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Cellular and molecular requirements for growth of sensory axons into the spinal cord

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Therapie für verletzungsbedingten Verlust der Sinneswahrnehmung

Das Rückenmark ist der wichtige Teil des zentralen Nervensystems, der für die Übermittlung der sensorischen und motorischen Nervenimpulse zu und vom Gehirn sorgt. Rückenmarksschäden sind schwierig zu therapieren, da eine Wiederherstellung geschädigter Nerven in diesem Gewebe unmöglich ist. Angesichts dieser Problematik konzentriert sich deshalb eine neue, und viel versprechende Forschungsaktivität auf die Suche nach einer Möglichkeit zur Regeneration von Rückenmarksnerven und damit zur Verbesserung der Genesungsaussichten von Rückenmarkspatienten.

Gesundheit

Im menschlichen Körper gibt es Millionen von Zellen, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Das Rückenmark wirkt wie ein Datennetz, dessen verzweigte Nerven sensorische und motorische Signale von und zu den einzelnen Körperregionen übermitteln. Die Nevengewebemasse im Rückenmark besteht aus Nervenfasern und Nervenzellen. Ein charakteristischer Unterschied zwischen diesen Nerven und den meisten Gewebezellen besteht darin, dass sie nach einer Verletzung nicht in der Lage sind, sich zu regenerieren. Dies wiederum hat erhebliche Auswirkungen auf das motorische und das sensorische System und führt zu lebenslangen Behinderungen der betroffenen Patienten. In einer bahnbrechenden Studie zur Erforschung von Nervenfaser-Verletzungen gelang jetzt die Umbildung solcher zur Wiederherstellung ihrer gestörten Funktion. Konkret wurden in diesem von experimentellen Tests begleiteten Forschungsprojekt drei separate Verfahren entwickelt. Bei ersten erfolgt die Transplantation von embryonalen Nervenzellen, die für die Sinneswahrnehmungen sorgen. Diese zeigten ein normales Keimwachstum des Wirtsorganismus und eine graduelle Entwicklung von Nervenfasern an der Verletzungsstelle. Das zweite Verfahren beinhaltet die lokale Verabreichung spezifischer Wachstumsfaktoren, bei denen es sich um Wirkstoffe handelt, die das Nervenwachstum anregen, indem sie die wachstumshemmenden Faktoren blockieren. Das dritte Verfahren ist die Transplantation von nicht neuralen Stützzellen zur Stimulation der erneuten Kommunikation zwischen den Zellen und zur Unterstützung des Nervenfaserwachstums. Die Ergebnisse dieser Studie geben Anlass zu großem Optimismus, was die Wiederherstellung einer verlorenen sensorischen und motorischen Funktion von behinderten Patienten betrifft. Da die Bedingungen während der Durchführung der Experimente denen bei Patienten mit einem Armabriss ähnelten (bei dem ein gewaltsames Aus- oder Abreißen der Spinalnerven erfolgt, die den Arm, den Unterarm und die Hand versorgen), können die gefundenen Ergebnisse auf solche Fälle anwendbar sein. Angesichts der stetig wachsenden Menge an neuen Ergebnissen verspricht diese Forschungsarbeit neue Perspektiven für die Behandlungsmöglichkeiten bei Verletzungen des Rückenmarks und des zentralen Nervensystems.

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