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Storminess and environmentally sensitive atlantic coastal areas of the European Union

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Auswirkung der Sturmneigung an europäischen Atlantikküstengebieten

Zur Beurteilung der Auswirkung klimatischer Veränderungen und anderer intensiver Umwelteinflüsse, wie z.B. Stürme, auf Naturressourcen und Landwirtschaft. Das derzeit laufende Projekt hat eine umfassende geologische Untersuchung der Sturmneigung in den letzten 2000 Jahren durchgeführt. Die Untersuchung betrifft die europäischen Atlantikküstengebiete, und ihr Ergebnis wird voraussichtlich sofortige Auswirkungen auf Umweltmanagement und -sicherheit haben.

Geologische Arbeiten entlang der europäischen Atlantikküstenlinie von Portugal und den Azoren bis nach Nordirland und Nordfrankreich haben eine ganze Reihe interessanter Ergebnisse zu Tage gebracht. Entlang der Atlantikküstenlinie von Schottland traten zu Beginn des Untersuchungszeitraums zwei lokalisierte Sandsturmepisoden auf, die von einer anhaltenden Episode, die von ungefähr 900 n.Chr. bis 1800 n.Chr. dauerte, gefolgt waren. An den Stürmen waren West- bis Nordwestwinde beteiligt, während nach 1800 n.Chr. ein Rückgang der Sturmneigung im gesamten Gebiet zu verzeichnen war. An der Nordwest-Küstenlinie von Frankreich existieren nur Nachweise für Stürme, die während des Holozäns auftraten. In Südportugal liegen Belege für durch Sturm ausgelöste Überspülungen zwischen 1270 und 410 v.Chr. vor. Historische und Messgeräteaufzeichnungen der Sturmneigung in Schottland weisen darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen den Sturmepisoden und dem Nordatlantischen Oszillationsindex (NAO-Index) besteht. Die Daten für Portugal zeigen, dass NAO-Schwankungen stellvertretend für die Sturmneigung sein können. Dies ist jedoch eine komplizierte Beziehung, und die Auswirkung der Bewegung der Erdoberfläche ist ebenfalls zu berücksichtigen. Um das entsprechende Ergebnis anzusehen hier klicken(öffnet in neuem Fenster). Die einzelnen Gebiete reagieren in Abhängigkeit von einer ganzen Reihe von Faktoren unterschiedlich auf Stürme. Die Resilienz eines Küstengebietes gegenüber Auswirkungen von Stürmen ist äußerst standortabhängig, die Bewirtschaftung von Küstengebieten lässt sich jedoch in großem Umfange durch den Einsatz einer beim laufenden Projekt erstellten Datenbank erleichtern. Die Umfassende Küstensturm-Datenbank (Comprehensive Database on Coastal Storms (CODACS)) enthält umfangreiche Informationen zu Stürmen seit 1500 n.Chr. und entlang der gesamten Atlantikküstenlinie. Um das entsprechende Ergebnis anzusehen hier klicken(öffnet in neuem Fenster). Im Zuge des Projektes wurde auch eine detaillierte Analyse der Auswirkung von Stürmen auf umweltempfindliche Atlantikregionen angestellt. In Schottland wurde zum Beispiel festgestellt, dass Dünensysteme, d.h. durch Sturm entstandene Sandhügel, während der letzten 2000 Jahre landeinwärts gewandert sind. Der seewärtige Rand dieser Dünengebiete reagierte jedoch auf komplexe Weise darauf. Die Analyse zeigt ferner, dass extreme Ereignisse wie Stürme zu einer beträchtlichen Bewegung und Erosion von Sedimenten führen können. Um die Einzelheiten der Analyse anzusehen hier klicken(öffnet in neuem Fenster). Geologische Arbeiten liefern zusammen mit historischen und Messgeräteaufzeichnungen über Stürme ein vollständiges Bild von der Sturmneigung in den letzten 2000 Jahren entlang der europäischen Atlantikküstenlinie. Die Untersuchungen haben eine ganze Reihe wichtiger Aspekte und Faktoren enthüllt, die im Laufe der Zeit zur Bildung von Küstengebieten beitragen.

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