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Inhalt archiviert am 2024-05-15
Process integrated closed cycle water management system for dry docks (PI-WAMAS)

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Neues Verfahren für die Abwasserreinigung auf Werften

Die Reparatur- und Wartungsarbeiten an Schiffen verbrauchen nicht nur teures Wasser, sondern sind durch das Erzeugen möglicher giftiger Abwässer auch eine große Bedrohung für die Umwelt. Im Rahmen des PI-WAMAS-Projekts wurde daher ein dreistufiger Prozess zur Reinigung des entstanden Abwassers von Docks entwickelt, der ohne chemische Zusatzstoffe oder energieaufwendige Vorgänge arbeitet.

Für die Oberflächenbehandlung von Schiffsrümpfen sind nicht nur große Mengen Süßwasser erforderlich, sondern sie verursacht auch ebenso große Mengen Abwasser. Diese Abwässer weisen erhöhte Konzentrationen an Chemikalien, wie z.B. Schwermetalle, Tributylzinn (TBT), PCBs und Öle auf, die der Umwelt schaden können. Die zyklische Entfernung alter Farbschichten, Oberflächenbeschichtungen sowie biologischer Rückstände wie Algen und mineralische Ablagerungen machen die Situation nur noch komplizierter. Die Abwässer der Docks variieren aufgrund der sehr unterschiedlichen Vorgänge und lokalen Gegebenheiten in Qualität und Quantität so sehr wie in keinem anderen Industriezweig. Entsprechende Methoden zur Abwasserreinigung müssen daher auf äußerst sichere sowie kosteneffiziente Art und Weise mit dieser Vielfältigkeit umgehen können. Die Lösung dieses Problems wurde im Rahmen des PI-WAMAS-Projekts durch die Entwicklung eines geschlossenen Wassermanagementsystems gefunden, das drei Verfahren miteinander verbindet. Zu diesen Verfahren gehören ein Mehrphasenseparator, ein gewebeartiges Aktivkohlemembransystem und ein Niedrigenergie-Entsalzungssystem. Während im Mehrphasenseparator gleichzeitig die aufgelösten Feststoffe und Öle getrennt werden, unterstützt die gewebeartige Aktivkohlemembran (Knitted Activated Carbon - KAC) die Abtrennung kleinerer Partikel. Dieses Material verfügt über verbesserte Fähigkeiten zur Absorption hoher Konzentrationen an Schwermetallen und TBT, einem möglicherweise giftigen Stoff, der gegen das Absetzen von Muscheln und Algen am Schiffsrumpf eingesetzt wird. Das Membranelement verfügt über eine verringerte Reaktorgröße und verbessert die Einsatzeffizienz des Adsorptionsmaterials. Auf der Grundlage von Adsorptionsversuchen im Labor wurden zwei unterschiedlich aufgebaute KAC-Prototypen entwickelt und unter realen Bedingungen getestet. Der spiralförmige Aufbau ermöglicht, dass die Abwässer entlang und zwischen den gerollten Aktivkohlefasern fließen können. Der zweite Aufbau basiert auf aus Aktivkohlegranulat (Granular Activated Carbon - GAC) bestehenden Reinigungsschichten, die das Durchsickern des Abwassers durch gefaltete KAC-Schichten ermöglichen. Die erzielten Ergebnisse wurden mit denen, die in Versuchen mit herkömmlichen Adsorptionsverfahren erzielt wurden, verglichen und stehen Küstenorten und Umweltbehörden zur Verfügung.

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