Die Integration von Frauen und IKT
Lange wurden Frauen von der Gestaltung und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ausgeschlossen, was Grund zu enormer Sorge gab. Deshalb wurden nun in fünf europäischen Ländern Initiativen ins Leben gerufen, um sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor die Einbeziehung von Frauen zu fördern. Geschehen sollte dies durch Umfragen und eingehende Fallstudien über einen Zeitrum von zwei Jahren. Diese Fallstudien umfassten vielfältige Kontextbereiche von der Regierungspolitik bis hin zu Netzwerkorganisationen speziell für Frauen. Die Forschung war in zwei Phasen untergliedert. Die erste Phase bestand aus einer eingehenden Übersicht über die verschiedenen Arten des Ausschlusses von Frauen sowie aus einem Literaturüberblick und statistischen Tendenzen in Bezug auf Geschlecht und IKT. Die zweite Phase umfasste eine empirische Studie öffentlicher und privater Initiativen, die sich mit der Einbeziehung von Frauen in die Informationsgesellschaft beschäftigten. Sie beinhaltete außerdem die Erfahrungen von Frauen als Nutzer solcher Initiativen. Die achtundvierzig Fallstudien bestanden aus öffentlichen Bemühungen, Frauen in die IKT einzubeziehen, die sowohl Ausbildung als auch Schulung umfassten. Private Anstrengungen zur Einbeziehung spannten sich um die Gestaltung von Produkten, Webseiten und Supportnetzen für IT-Berufe sowie die Anwerbung und Beibehaltung von Frauen im Bereich der digitalen Gestaltung. Die wichtigen Einblicke, die in Hinblick auf das Verstehen der Geschlechter und IKT aus den Politik- und Gestaltungsrichtlinien gewonnen werden konnten, sind ebenso für politische Entscheidungsträger, Ausbilder und Entwickler von großer Bedeutung. Sie können eventuell die Einbeziehung und Integration von Frauen in die Informationsgesellschaft beschleunigen.