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Inhalt archiviert am 2024-06-25
Expression of malaria parasite invasion-associated proteins in the sporozoite: Novel vaccination strategy

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Neuartige Impfstoffe gegen Malaria

Ist es möglich, einen Impfschutz gegen Malaria aufzubauen? Ein europäisches Konsortium untersucht derzeit das Potenzial von Plasmodium-Proteinen als Zielmolekül für eine neuartige Impfstrategie gegen Malaria.

Durch den Stich einer Plasmodium-infizierten Mücke kommt es beim Menschen zu einer Malariainfektion. Dabei gelangen die Sporozoiten, die sich in dem Speichel der Mücke vermehren, in den Blutkreislauf des Menschen und vermehren sich dort in seiner Leber. Der Infektionsprozess ist abgeschlossen, wenn der Parasit die roten Blutkörperchen des Wirts erreicht hat, über die er sich dann explosionsartig ausbreitet. Forschungen hatten gezeigt, dass dieses letzte Stadium durch Antikörper gegen Erythrozyten-bindende Proteine blockiert werden kann. Die genaue funktionelle Rolle dieser Proteine bei der Parasitenentwicklung und Infektion ist jedoch noch kaum bekannt. Um die Rolle dieser infektionsassoziierten Proteine zu klären, stellte das EU-finanzierte Projekt MALINV (Expression of malaria parasite invasion-associated proteins in the sporozoite: Novel vaccination strategy) ein multidisziplinäres Forscherteam aus ganz Europa zusammen, um mithilfe von molekularbiologischen Analysen, Mausmodellen und bioinformatischen Methoden herauszufinden, auf welche Weise RH (reticulocyte-binding-like protein homologue)- und EBL (erythrocyte binding-like)-Proteinfamilien am Infektionsgeschehen und der Entwicklung der Sporozoiten beteiligt sind. Die Proteinbindungsstelle in der Sporozoiten- und/oder hepatischen Phase in vielen SIA (sporozoite invasion-associated)-Genen wurde ermittelt und auf ihre mögliche Eignung als Impfstoffkomponente gegen Plasmodium-Infektionen hin untersucht. Ingesamt lieferte MALINV wertvolle Daten zur funktionellen Rolle invasionsassoziierter Plasmodium-Proteine im Lebenszyklus des Parasiten und zeigte, dass einige Mitglieder der EBL- und RH-Genfamilie sich als wirksame Zielmoleküle zur Immunisierung und Impfstoffentwicklung eignen. Damit lässt sich die Neuerkrankungsrate und auch die Ausbreitung von Malaria in endemischen Gebieten senken.

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