Skip to main content

Judgement and Knowledge in Fisheries including Stakeholders

Article Category

Article available in the folowing languages:

Erfolg auf dem Weg zu einem besseren Fischereimanagement

Ein Ansatz, bei dem alle Interessengruppen an der Verbesserung des Fischereimanagements beteiligt werden und der dazu beiträgt, Differenzen in der Branche beizulegen, könnte sich als Schlüssel zu einer nachhaltigen Fischerei herausstellen.

Klimawandel und Umwelt

Die Fischerei stellt eine zunehmend wichtige Nahrungsquelle für Europa und die Welt dar, wobei die Bewirtschaftung oftmals mit ökologischen Problemen, fehlender Transparenz und einer Vielzahl von Unsicherheiten behaftet ist. Das EU-finanzierte Projekt "Judgement and knowledge in fisheries including stakeholders" (JAKFISH) verfolgte das Ziel, alle Interessengruppen in das Fischereimanagement einzubeziehen, um die Verwaltung dieser so wertvollen Nahrungsquelle zu verbessern. Das Projekt beleuchtete die für die Entwicklung dieses neuen Ansatzes erforderlichen Verfahren, Werkzeuge und verfügbaren Literaturquellen. Bewaffnet mit einer Fülle von Hintergrundinformationen führte das Projektteam vier Fallstudien durch. Verschiedene Interessengruppen wurden eingeladen, um der Herausforderung Fischereimanagement gemeinsam zu begegnen. Das Projekt zeigt, wie durch partizipative Modellbildung Diskussionen zwischen Wissenschaftlern und Interessengruppen entstehen, Bildung und Legitimierung verbessert und gemeinsame Werte, Interessen und Meinungen gefördert werden können. Ein weiteres Ziel war die Aufklärung über Einfluss und Funktion von Einrichtungen und sozialen Netzwerken im Zusammenhang mit dem Fischereimanagement. Im Detail untersuchten die Projektbeteiligten, wie die partizipative Modellbildung das Management natürlicher Ressourcen unterstützen kann. So wurde ein Spiel zur Simulation des Fischereimanagements entwickelt, um ein Bewusstsein für die Projektziele und die Bedürfnisse der Interessengruppen zu schaffen. Fallstudien innerhalb der Modellbildung beschäftigten sich mit der Entwicklung von Fangrichtlinien für Hering in der westlichen Ostsee sowie Schwertfisch im Mittelmeer. Eine weitere Fallstudie über den Kaisergranat in der Nordsee, auch Norwegischer Hummer genannt, beleuchtete die Kommunikationsdynamik und Konfliktlösung zwischen einzelnen Interessengruppen. Darüber hinaus untersuchte das Projektteam, wie Wissenschaftler mit Entscheidungsträgern und Interessengruppen im Hinblick auf komplexe und mit Unsicherheit behaftete Themen interagieren. Durch diese Bemühungen gelang es JAKFISH, das allgemeine Wissen über den Umgang mit Randbeständen und Fischereibetrieben mit Beifängen anderer Arten sowie mit Beständen, die sich vermischen und in andere Gebiete migrieren, zu erweitern. Das Projekt wertete verschiedene Modelle der Kooperation zwischen Interessengruppen aus, um langfristige Bewirtschaftungspläne für Bestände zu fördern, die in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Interessen vorkommen. Diese Beobachtungen und Erkenntnisse können helfen, Differenzen zwischen Interessengruppen wie Fischern, Verbrauchern und Politik zu überbrücken, und leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein nachhaltigeres Fischereimanagement in Europa.

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich