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Erneuerbare Energie aus bestehenden Hochhäusern

Denkt man an erneuerbare Energie in der Baubranche, kommen einem in der Regel Solar-Warmwasserbereiter und Photovoltaikanlagen (PV) in den Sinn, die in Familienhäusern eingesetzt werden. Allerdings müssen diese Konzepte auch auf große Gebäude angewendet werden, wenn die Nutzung erneuerbarer Energien deutlich erhöht werden soll.

Energie

Hochhäuser haben eine kleine Dachfläche im Vergleich zu der Fläche der Etagen und auf dem Dach sind oft Anlagen wie Kühltürme installiert. Darüber hinaus haben ältere Gebäude in der Regel einen höheren Energiebedarf als neue. Die Lösung zu diesen Herausforderungen ist, die Fassaden der bestehenden Gebäude in multifunktionale Module für Solarenergie umzuwandeln. Eine starke Vermehrung der Sonnenenergiemodule, die auf Gebäuden montiert oder in die Gebäudestruktur integriert sind, unterstützt das Ziel der EU, CO2-neutrale Gebäude bis 2050 zu bauen. Das Projekt "Resource and cost-effective integration of renewables in existing high-rise buildings" (COST-EFFECTIVE) entwickelte fünf neue Fassadenmodule und Systeme. Jedes System wurde unter Berücksichtigung der Größe, Windlast und der Sicherheitsbarrierefunktion an das jeweilige Gebäude angepasst. Es wird beabsichtigt die Bauwerkmodule von lokalen Herstellern auf Bestellung produzieren zu lassen, wodurch sich eine Gelegenheit für die europäischen Hersteller auf dem europäischen Markt bietet. Die Mitglieder des Konsortiums entwickeln einen verglast integrierten transparenten Sonnenkollektor und Vakuumröhrenkollektoren zur Luftheizung für Fassaden. Die Projektpartner entwickelten auch Photovoltaikmodule mit winkelselektiver Transmission (BIPV). Darüber hinaus wurde eine bauwerkintegrierte natürliche Lüftung mit Wärmerückgewinnung zusammen mit einem solar-unterstützten dezentralen Wärmepumpensystem geschaffen, das nicht verglaste Sonnenkollektoren mit Gipsabdeckung verwendet. Die Forscher kombinierten auch technische Konzepte und entsprechende Geschäftsmodelle für die wichtigsten Kategorien der bestehenden Hochhäuser in Europa. Das neue Geschäfts- und Kostenmodell betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und integriert die Vorteile von reduzierten Betriebskosten und Treibhausgasemissionen. Das Konsortium demonstrierte auch die Praxistauglichkeit ihrer Arbeit an zwei Pilotbauwerken, eines in Spanien und das andere in Slowenien. Die Arbeiten unter der Leitung des COST-EFFECTIVE-Konsortiums werden dazu beitragen, die Nutzung erneuerbarer Technologien zum Heizen und Kühlen in Europas bestehenden Hochhäusern zu erhöhen und sicherzustellen, dass das CO2-Neutralitätsziel von 2050 erreicht wird.

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