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Transnational call for collaborative proposals in basic nanoscience research

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Ein neues Finanzierungsprogramm für Grundlagenforschung

Nanowissenschaften und Nanotechnologien haben bahnbrechende Fortschritte in den unterschiedlichsten Bereichen ermöglicht: von der Elektronik bis zur Biomedizin. Ein großes EU-Konsortium will mit vereinten Kräften und durch unkonventionelle Finanzierungswege transnationale Grundlagenforschung vorantreiben.

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Forschungsförderung richtet sich häufig mehr in an die angewandte Forschung. Die Grundlagenforschung, die für aufkommende wissenschaftliche Gebiete von enormer Bedeutung ist, hat dagegen weniger Wohltäter.   Das EU-geförderte Projekt NANOSCI-EPLUS ("Transnational call for collaborative proposals in basic nanoscience research") soll gemeinsame Forschungsinitiativen zur Anbindung von funktionellen Nano-Objekten erleichtern. Insbesondere sollen alle Aspekte einer scheinbaren strategischen Notwendigkeit oder Einschränkungen durch einzelne nationale Förderprogramme und -prioritäten entfernt werden.   Die Mittel der Europäischen Kommission wurden mit den finanziellen Beiträgen aus den teilnehmenden Ländern gebündelt, unter anderem von Partnern aus nationalen wissenschaftlichen Förderorganisationen. So waren bei der Auswahl der Projekte auf Basis begrenzter Mittel weniger Kompromisse erforderlich. Das Konsortium von NANOSCI-EPLUS schuf die Rahmenbedingungen für die Auswertung, die tatsächlichen Bewertungen und Empfehlungen wurden aber von einer unabhängigen internationalen Experten-Jury erstellt. Die Verfahren für Einreichung, Bewertung und Förderung wurde daher so gestaltet, um sicherzustellen, dass die würdigsten Projekte ohne Rücksicht auf internationale Interessen oder Einschränkungen oder hinsichtlich möglicher Anwendungen gefördert wurden.   NANOSCI-EPLUS finanzierte 24 transnationale Kooperationen zur Anbindung von funktionellen Nano-Objekten im Kontext von Biologie, Elektronik, Photonik, Plasmonik und anderen Bereichen. Die Projekte begannen im Jahr 2009, wurden hinsichtlich ihrer Fortschritte in 2011 überprüft und sollten schließlich im April 2013 ihre Abschlussberichte liefern. Im relativ unausgereiften aber exponentiell wachsenden Bereich der Nanowissenschaften und Nanotechnologie bleibt die Finanzierung von Grundlagenforschung oft hinter der Förderung von Projekten mit spannenden Anwendungsmöglichkeiten zurück. Allerdings ist das Verständnis der physikalischen Grundlagen und Wechselwirkungen von Materialien eine Voraussetzung für die wissensbasierte und effektive Produktentwicklung.  Durch eine koordinierte Zusammenarbeit in der Forschung und Finanzierung auf nationaler, regionaler und europäischer Ebene hat NANOSCI-EPLUS dauerhafte Partnerschaften für die Grundlagenforschung in der Nanowissenschaft etabliert. Transnationale Kooperationen werden spannende Einblicke in die grundlegenden Eigenschaften und das Verhalten von Nano-Objekten liefern. Außerdem bilden sie eine solide Grundlage für viele neue und besser fokussierte Projekte der angewandten Forschung in den Nanowissenschaften.

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