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ROBOTics for Development Of Cognition

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Die menschliche Seite der Roboter

Ein multinationales Doktorandenausbildungsnetzwerk auf dem Gebiet der entwicklungsorientierten Robotik hat mehrere Postdoc-Absolventen und Doktoranden dabei unterstützt, beeindruckende Fortschritte auf diesem Gebiet zu realisieren.

Industrielle Technologien

Es ist vorstellbar, dass in den kommenden Jahrzehnten humanoide Roboter dazu eingesetzt werden, den Menschen auf vielfältige Weise zu unterstützen. Man denke etwa daran, dass sie älteren Menschen in ihrem Zuhause helfend zur Hand gehen oder einen Spaziergang mit dem Hund unternehmen und auch in bedrohlichen Situationen Leben retten können. Während sich die kognitive Robotik unter Anwendung humanoider Plattformen noch in den Kinderschuhen steckt, will nun eine neue akademische Einrichtung diese Disziplin auf neue Höhen führen. Das EU-finanzierte Projekt ROBOT-DOC (Robotics for development of cognition) überwachte die Errichtung des RobotDoc Collegium, das als das führende europäische Doktorandenausbildungsinstitut auf dem Gebiet gilt. Das Projekt mit seinem Schwerpunkt auf entwicklungsorientierte Robotik zur Gestaltung von Robotern nach dem Vorbild von Kindern legte die Grundlage für moderne postgraduale Ausbildung und Forschung zu dem Thema. Die Initiative berücksichtigt außerdem die stark interdisziplinäre Natur der Entwicklungsrobotik, wobei man Bereiche wie kognitive Robotik, Informatik, Kognitionswissenschaft, Entwicklungspsychologie und Neurowissenschaften vereinte. Dazu zählte die Einrichtung von Ausbildungsknoten innerhalb des Collegiums, die Schulungen in speziellen Forschungsbereichen bereitstellen. Insgesamt wurden im Rahmen des Projekts 13 Stipendiaten und 5 Forscher angeworben, um vier Jahre lang an dem Ausbildungsprogramm und seinen verschiedenen Schulungsetappen teilzunehmen. Die Stipendiaten und Wissenschaftler nahmen an hochgradig speziellen Workshops und Sommerschulen teil, um ihre Ziele zu erreichen. Sie beteiligten sich außerdem direkt an der Organisation von zwei Konferenzen. Während dieser Zeit unterstützte ein interdisziplinäres Betreuerteam die Stipendiaten, die überdies von individuellem Training profitierten. Zudem etablierte das Projekt die RobotDoc-Gruppe assoziierter Stipendiaten mit mehr als 30 externen Forschern und Stipendiaten aus der EU und dem Ausland, die beträchtlich zum Vorankommen in Richtung Projektziele beitrugen. Die Stipendiaten veröffentlichten ihre Forschungsresultate in zahlreichen Fachjournalen und nahmen überdies an vielen internationalen Konferenzen teil, was interessante und spannende Einblicke in die menschenähnliche Robotik verschaffte. Mehrere Stipendiaten gewannen überdies Auszeichnungen für ihre Veröffentlichungen und präsentierten ihre Resultate in nationalen und internationalen Zeitungen, im Radio und online (z. B. im New Scientist). Als ein multinationales Doktorandenausbildungsnetzwerk hat das RobotDoc Collegium seinen Wert als erfolgreiche Initiative zur Förderung der entwicklungsorientierten kognitiven Robotik und zur Schaffung solider Grundlagen für die Schulung einer wachsenden Gemeinschaft von Forschern und Ingenieuren auf diesem Gebiet erwiesen. Dazu zählt auch die Finanzierung von zwei neuen Marie Sklodowska-Curie-Doktorandennetzwerken, so auch SECURE ETN, das die sichere Interaktion zwischen humanoiden Robotern und Menschen erforscht, und des europäischen Industriedoktoratnetzwerks APRIL (European Industrial Doctorate Network) für intensive sektorübergreifende Ausbildung in Partnerschaft mit Aldebaran Robotics (Hersteller der NAO- und Pepper-Roboter).

Schlüsselbegriffe

entwicklungsorientierte Robotik, Entwicklungsrobotik, humanoide Roboter, kognitive Robotik, Kognitionswissenschaft, Entwicklungspsychologie

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