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Mittelmeerpartner bilden Netzwerk für Neurowissenschaften

Ein europäisches Netzwerk sollte die technologische Infrastruktur und neurowissenschaftliche Forschung in den Mittelmeerländern stärken.

Gesundheit

Da neurologische Erkrankungen weltweit eine hohe sozioökonomische Belastung darstellen, ist es unerlässlich, die Ätiologie der Erkrankung genauer zu klären, die Diagnostik zu verbessern und neue therapeutische Interventionen zu entwickeln. Hierfür ist allerdings ein kooperativer Ansatz zur Förderung und Verbesserung der Forschungsqualität in den Neurowissenschaften und zur Schließung potenzieller Forschungslücken nötig. Das EU-finanzierte Netzwerk "Mediterranean neurosciences network" (N€UROMED) förderte die Zusammenarbeit zwischen den EU- und Mittelmeerpartnerländern (MPL) auf dem Gebiet der Neurowissenschaften unter Beteiligung von 26 Universitäten und Forschungszentren in Ägypten, Algerien, Frankreich, Marokko, Spanien und der Türkei. Die wissenschaftliche Herausforderung der Teams bestand in der Erforschung physiologischer und pathologischer Prozesse im Gehirn wie auch Kognition, Gedächtnis, Sprache und Emotion. Dabei konzentrierten sich die Aktivitäten auf vier Schwerpunkte: neurodegenerative und psychische Störungen, neuronale Plastizität, Anpassung an Umweltstress und neue Technologien. Vor allem hatte N€UROMED aber den Ausbau von Forschungskapazitäten der Mittelmeerpartner in diesem wichtigen und hochdynamischen Forschungsfeld im Blick. Hierfür unterstützte das Konsortium aktiv die Beantragung von Fördermitteln bei nationalen und internationalen Gremien, und ein wesentlicher Teil der Arbeit bestand im Ausbau neurowissenschaftlicher Infrastruktur in den Partnerländern. Weiterhin förderte N€UROMED ein Austauschprogramm für Doktoranden in den beteiligten EU-Labors. So wurden Nachwuchsforscher in MPL-Zentren rekrutiert oder erhielten Möglichkeiten zur Ausbildung im Ausland und Zusammenarbeit mit EU-Partnern. Das Ausbildungsprogramm organisierte zudem Workshops vor Ort oder bei den Netzwerkpartnern wie auch Vorträge, Schulungen, Konferenzen und vier internationale Symposien. All diese Aktivitäten förderten die Vermittlung von Forschungskompetenzen vor Ort. Die wichtigen Erkenntnisse von N€UROMED wurden in unabhängigen Fachzeitschriften veröffentlicht. Vor allem unterstützen die Projektaktivitäten eine funktionierende Forschungs- und Entwicklungskooperation zwischen den beteiligten Zentren und anderen Partnern des Rahmenprogramms, was die künftige Finanzierung der Hirnforschung voranbringen wird.

Schlüsselbegriffe

Netzwerk, Infrastruktur, Neurowissenschaften, Mittelmeerpartner, Finanzierung, Austauschprogramm, Forschung und Entwicklung

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