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Bewältigung des Nahrungsmittelproblems

Hersteller und Vertreiber von Nahrungsmitteln werden unter großem Druck stehen, wenn sie die künftige Nachfrage erfüllen wollen. Ein neues Informationssystem stellt sicher, dass sie dieser Herausforderung gerecht werden können.

Digitale Wirtschaft

Es ist unwahrscheinlich, dass der Bevölkerungszuwachs sich abschwächen wird, und die Nachfrage nach Lebensmitteln, die bereits jetzt beispiellos hoch ist, wird weiter steigen. Dadurch entsteht ein hoher Druck auf landwirtschaftliche Betriebe und die damit verbundenen Wirtschaftszweige wie Einzelhandel und Logistik. Man wird eine gute Koordination und aktuelle Informationen benötigen, um die künftigen Herausforderungen zu bewältigen, und derzeit fehlt beides. "A common data exchange system for agricultural systems" (AGRIXCHANGE) ist ein EU-Projekt, das ins Leben gerufen wurde, um sich mit diesen Anforderungen zu befassen. AGRIXCHANGE bildet sich aus einem facettenreichen Konsortium aus Hochschulen, Landwirten und Unternehmen der Agrarindustrie. Man will neue Wege des Informations- und Wissensaustauschs entwickeln, um die Agrarindustrie nachhaltiger, leistungsfähiger und wirtschaftlicher zu machen. Die wesentliche Projekttätigkeit bestand in einer umfassenden Analyse der Kapazitäten für den Informationsaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz. Erwartungsgemäß fand man eine breite Streuung bei der Organisation und der Kommunikation, welche die gesamte Bandbreite von praktisch nicht vorhanden bis zu hochentwickelt abdeckte. Man fand jedoch auch einige einheitliche Trends. Dazu gehörte ein alternder Bestand an Landwirten, der mit einer mangelhaften Anpassung an Kommunikationstechnologien einhergeht. Dies bedeutet, dass man in den ländlichen Gebieten eine verbesserte Telekommunikations- und Dateninfrastruktur benötigt. Für Entwicklungsländer besteht auch die Möglichkeit, die veraltete Infrastruktur auszulassen und direkt zu fortgeschrittenen mobilen Systemen überzugehen. Eine weitere wesentliche Tätigkeit bestand in der Ausarbeitung eines Bezugsrahmens. Im Zentrum steht das neue aXtool, mit dessen Hilfe der Entwurf für den Bezugsrahmen in die bestehenden Strukturen von AGRIXCHANGE einfließen soll. Es handelt sich dabei um ein Content Management System, das so gestaltet ist, dass der Informationsbeitrag genau gesteuert wird und die Information gleichzeitig leicht ausgetauscht werden kann. Um den Informationsaustausch weiter zu fördern, entwickelte AGRIXCHANGE eine Internetplattform (http://www.agrixchange.eu/) die Informationen zum Projekt enthält, und die die Zusammenarbeit an verschiedenen Standards und Problemen des Projekts erleichtert. Die Diskussion wird auch durch eine LinkedIn-Gruppe gefördert. Die Projektmitglieder veranstalteten vier Workshops, die in weitergehende gut besuchte Konferenzen eingebettet waren und eine produktive Zusammenarbeit mit anderen EU-Projekten und weiteren ähnlichen Organisationen ermöglichten. Darüber hinaus arbeitet man bei AGRIXCHANGE mit verschiedenen europäischen Normungsgremien zusammen, um so den Kontakt zu globalen Normungsorganisationen zu erleichtern. Diese Bemühungen haben zu guten Fortschritten bei der Realisierung eines standardisierten Systems für die europäische Landwirtschaft geführt. Wenn es eingeführt sein wird, könnten Organisationen in Europa besser für eine Zusammenarbeit gerüstet sein, um die zusätzlichen Nahrungsmittelkapazitäten zu erbringen, die bald gebraucht werden.

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