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EU-Japan Kooperation auf dem Gebiet der Erdbebenforschung

Im Anschluß an die Veröffentlichung eines Strategiedokuments über Erdbeben durch die Kommission im Dezember 1996 und verschiedene Kontakte auf höchster Ebene mit Japan, dazu gehörte u.a. ein Besuch des Landes durch Frau Edith Cresson, Mitglied der Kommission zuständig für Fors...

Im Anschluß an die Veröffentlichung eines Strategiedokuments über Erdbeben durch die Kommission im Dezember 1996 und verschiedene Kontakte auf höchster Ebene mit Japan, dazu gehörte u.a. ein Besuch des Landes durch Frau Edith Cresson, Mitglied der Kommission zuständig für Forschung, Innovation, allgemeine und berufliche Bildung und Jugend (der zu einer Kooperationsvereinbarung über Erdbebentechnik zwischen der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission und dem Japanischen Institut für Gebäudeforschung führte) fand der erste EU-Japan-Workshop über seismische Risiken vom 24. bis 26. März 1998 in Chania, Kreta, statt. Der Workshop brachte siebzehn Fachleute auf dem Gebiet der seismischen Risiken aus der EU und neun aus Japan zusammen. Der neueste Stand der Technik in Japan und Europa wurde vorgestellt, und die Diskussionen resultierten in der Bestimmung der Bereiche und Mittel für die Zusammenarbeit zwischen der EU und Japan auf dem Gebiet der seismischen Risiken. Dazu gehören Netze, Konferenzen, der Austausch von Wissenschaftlern und gemeinsame Forschungsprojekte. Spezifischer ausgedrückt geht es um die folgenden gemeinsamen und gegenseitig vereinbarten Forschungsthemen, die im Kontext des Fünften FTE-Rahmenprogramms behandelt werden sollen: - Modellierung, Bewertung, Analyse und Validation der Daten von starken Erdbewegungen unter Berücksichtigung der Berichtquelle und Nebenwirkungen; - Umfassende fächerübergreifende Prüfung und Untersuchung aktiver Verwerfungssysteme; - Austausch von Daten und gemeinsame Nutzung der Meßgelände der EU und Japans; - Prüfung und Untersuchung der Oberflächen- und tiefer gelegener Zustände in großen Stadtgebieten; - Evaluation der Daten von starken Erdbewegungen für Designzwecke. Bei den vereinbarten Kooperationsarten sind folgende von herausragender Bedeutung: - Informationsaustausch durch Workshops und Seminare, einschließlich der Einladung von EU-Wissenschaftlern zur Teilnahme an der Jahreskonferenz über Erdbebenforschung in Japan; - Verbreitung von Berichten und Mitteilungen, einschließlich der englischen Übersetzung der japanischen Mitteilung. - Gemeinsame Forschungsprojekte, die zum erstenmal die Teilnahme von EU-Forschern an japanischen Forschungsprojekten in diesem Bereich ermöglichen. Der Workshop wurde gemeinsam von Technischen Universität Kreta und der Europäischen Kommission (GD XII: Umwelt und Klima und internationale Kooperationsprogramme) organisiert. Es ist ein weiterer Workshop vorgesehen, der im Juni 1999 in Island stattfinden soll.