Partnerschaftentypologie im europäischen Forschungs- und Innovationssystem
In einer vor kurzem veröffentlichten Studie werden sieben verschiedene Arten von Partnerschaften zwischen Organisationen, die an EU-unterstützten Forschungs- und Innovationstätigkeiten beteiligt sind, identifiziert. Dieser Bericht wurde von der Europäischen Kommission, GD XII, veröffentlicht und ist das Ergebnis von Interviews mit öffentlichen Verwaltungen und Industrialisten bezüglich 1994 durchgeführten Projekten, die während des Zweiten und Dritten Rahmenprogramms unterstützt wurden. Ziel der Studie war die Bewertung der Effizienz der verschiedenen Partnerschaftstypen und ihres Beitrags zur industriellen Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich der Definition wettbewerbsfähiger Partnerschaften von europäischem Interesse. Die entwickelte Typologie wird die Grundlage für eine sinnvolle Auswahl und Planung von politischen Instrumenten und Programmen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit in Europa bilden. Die verschiedenen in der Studie identifizierten Partnerschaftstypen werden nach Faktoren wie Innovationserzeugung, Innovations-Clusters und Unternehmensregelungsstrukturen unterschieden. Im Bericht werden Schlüsselmerkmale, wie Kontexte, Strategien, Umsetzungsverfahren und politisches Umfeld, alle beschrieben. Betrachtet werden derzeitige Trends bei Partnerschaften und verwandten Öffentlichkeitspolitiken sowie der Mehrwert der Letzeren. Die Studie liefert eine Anzahl von Ergebnissen, nicht zuletzt die Feststellung, daß die meisten Partnerschaften sich eng an die Marktstrategie der Beteiligten halten und auf die Förderung ihrer Wettbewerbsfähigkeit abzielen. Je integrierter eine Partnerschaft ist, desto relevanter ist sie für die meisten Mitwirkenden und Strategien und umso mehr politische Werkzeuge fördernder anstatt rein finanzieller Art können verwendet werden. Partnerschaften werden als effizientes Werkzeug zum Ausbalancieren von kollektivem und Eigenwissen gesehen, und politische Entscheidungsträger könnten sie daher als ein anzustrebendes Ziel betrachten. Die in der Studie entwickelte Typologie könnte verwendet werden, um zur Abstimmung politischer Instrumente auf die Erfüllung dieser Ziele beizutragen.