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Inhalt archiviert am 2023-03-23

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Neue Wege zur Messung gefährlicher Umweltgifte

Das ELUTE-Projekt finanziert junge Nachwuchsforscher, die sich mit der Frage befassen, ob bestimmte Verbindungen in der Umwelt erhalten bleiben und eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit darstellen.

Bromierte Flammschutzmittel werden seit Jahrzehnten in Konsumartikeln aus Kunststoff, Schaum, Holz und Textilien eingesetzt, um ein Verbrennen zu verhindern und eine Feuerverbreitung zu verlangsamen. Allerdings häufen sich die Belege, dass eine Belastung mit diesen Verbindungen zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen könnte. Während die EU den Einsatz einzelner bromhaltiger Flammschutzmittel verbietet oder einschränkt, bedeutet ihr Verweilen in der Umwelt, dass sie immer noch die öffentliche Gesundheit gefährden können. Aus diesem Grund hat das Marie-Curie-Programm für Europäische Industriedoktorate (Curie European Industrial Doctorate) vier Nachwuchsforschern aus Asien, Australien und Europa im Rahmen des Projekts ELUTE (Elucidating Sources & Pathways of Environmental Contamination with Brominated Persistent Organic Chemicals Using Advanced Instrumental Tools) ein Stipendium in Höhe von 1,2 Mio. EUR gewährt. Mit diesen Mitteln wollen die Forscher von ELUTE untersuchen, in welchem Ausmaß chemische Stoffe in den bromierten Flammschutzmitteln unsere Gesundheit und unsere Umwelt schädigen. Das Ziel der ELUTE-Initiative ist es, nicht nur das Ausmaß des Belastungsrisikos zu verstehen sondern auch neue Wege zur Entdeckung dieser Schadstoffe in der Umwelt zu entwickeln. Um dies zu erreichen, werden die Forscher eng mit Herstellern von Analyseinstrumenten zusammenarbeiten. Die Projektergebnisse sollen zu neuen Analysemethoden für Schadstoffwerte führen. Doch zunächst wollen die Forscher untersuchen, inwieweit die existierenden Feldinstrumente zuverlässig eingesetzt werden können, um das Vorkommen von bromhaltigen Flammschutzmitteln zu ermitteln und ob der Einsatz dieser Verbindungen zu einer verstärkten Umweltbelastung geführt hat. Das Projekt will auch das Schicksal von bromierten Flammschutzmitteln in der Umwelt herausfinden und inwiefern diese abgebaut werden oder bestehen bleiben. Das Projekt ist aus dem wachsenden Interesse an der Entwicklung von besseren und innovativeren Detektionstechniken entstanden. Eine neue Studie der Fakultät für öffentliche Umweltfragen der Universität Indiana in den Vereinigten Staaten hat etwa versucht, chemische Konzentrationen anhand der Untersuchung von Baumrinde zu ermitteln. Flammschutzmittelkonzentrationen wurden mit Bevölkerungsdichte assoziiert, was zu der Annahme führt, dass die Verbindungen wahrscheinlich aufgrund ihres Einsatzes in nahen Häusern und Bürogebäuden in die Umwelt gelangten.Das Marie-Curie-Programm der EU, benannt nach der polnisch-französischen zweifachen Nobelpreisträgerin, die für ihre Arbeiten zur Radioaktivität berühmt wurde, unterstützt Forscher auf allen Karrierestufen, unabhängig von ihrer Nationalität. Forscher aus allen Disziplinen, von lebensrettender medizinischer Forschung bis hin zu Grenzforschungsgebieten, können eine Förderung beantragen. Neben der großzügigen Forschungsförderung erhalten die Wissenschaftler die Möglichkeit, Erfahrungen im Ausland und im privaten Sektor zu sammeln und ihre Ausbildung mit Kompetenzen oder in Disziplinen zu ergänzen, die ihnen in ihrer beruflichen Laufbahn nützlich sein werden. Die Teilnehmer des ELUTE-Projekts etwa werden in Deutschland am Thermo Fischer Exzellenzzentrum für persistente organische Schadstoffe in Bremen, und im Vereinigten Königreich an der Universität Birmingham arbeiten. Das ELUTE-Projekt endet im September 2017. Weitere Informationen sind abrufbar unter: Projektdatenblatt: http://cordis.europa.eu/project/rcn/109121_de.html(öffnet in neuem Fenster)

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