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Inhalt archiviert am 2023-03-23

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Der europäische Raumfahrtsektor auf dem Weg in die Zukunft

Wie wird die europäische Raumfahrtindustrie mit einem zunehmend privatisierten Markt umgehen?

Die Raumfahrtindustrie scheint mehr und mehr privatisiert zu werden. Wie wird das die Branche verändern und wie wird sich der europäische Raumfahrtsektor an diese schöne neue Welt anpassen? Das Thema wurde letzte Woche auf der siebten Jahreskonferenz zur europäischen Raumfahrtpolitik diskutiert. Investitionen im All Auch wenn der Markt zunehmend privatisiert wird, waren öffentliche Investitionen für viele Redner von zentraler Bedeutung. Laut Jerzy Buzek, Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments, braucht die EU mehr Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation, um einen europäischen Raumfahrtmarkt zu schaffen. „Das Geld sollte zurück in den Innovationsbereich fließen. Investitionen in die Raumfahrt sind ein absolutes Muss - eine ehrgeizige Raumfahrtpolitik wird den Wettbewerb fördern und auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erhöhen.“ Isabelle Sourbès-Verger, Forscherin am CNRS (Le Centre national de la recherche scientifique), ist überzeugt, dass es den langfristigen Investitionen der US-Regierung in die Raumfahrt zu verdanken ist, das auf der privaten Seite neue Akteure wie Elon Musks SpaceX entstanden sind. „Sie profitieren von öffentlichen Investitionen in den USA. Diese Stärke eines robusten öffentlichen Programms mit Unterstützung der Öffentlichkeit macht den Unterschied zum Rest der Welt aus.“ Sourbès-Verger verwies auf die Tatsache, dass Europa weit weniger investiere als die USA und Russland (in Prozent des BIP). Hier solle man in Zukunft mehr zusammenarbeiten, schlägt sie vor. Industriepolitik für die Raumfahrt Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), unterstrich die Bedeutung der Industriepolitik und bezeichnete sie als „Rückenmark“ für den Raumfahrtsektor. Er betonte wie wichtig es sei, Partnerschaften sowohl mit öffentlichen Behörden als auch mit der Industrie zu pflegen, und hob die Rolle der öffentlichen Auftragsvergabe für die Raumfahrt hervor. François Auque, Leiter des Bereichs Raumfahrtsysteme bei Airbus Defence and Space, unterstützte diese Ansicht und bestand darauf, dass das öffentliche Beschaffungswesen als Hebel dienen könne, um Innovationen anzutreiben. Er merkte außerdem an, dass Europa dank Airbus der größte Exporteur von Beobachtungssatelliten ist: „Wir werden in Zukunft noch weiter gehen und sind dabei, den privaten Markt zu erweitern, aber das hängt von Innovation und Risikobereitschaft ab.“ „Was erwarten wir von der öffentlichen Hand?“ fragte Auque. „Wir erwarten gleiche Wettbewerbsbedingungen und die Förderung von Forschung und Entwicklung.“ Auch Jean-Loïc Galle, Präsident und CEO von Thales Alenia Space, forderte die Schaffung einer öffentlich-privaten Partnerschaft (Public Private Partnership, PPP) zwischen der Industrie und der Europäischen Kommission. Mehr Wettbewerb - Kapital für Europa Pierre Delsaux, stellvertretender Generaldirektor der GD Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU war bemüht, die Vorteile einer neuen Wirklichkeit dieser Art zu unterstreichen: „Der Wettbewerb ist eine Bereicherung, weil er uns zwingt, konkurrenzfähiger zu werden. Der Industrie öffnen sich neue Märkte... Wir müssen unseren Markt nutzen, um Zugang zu Märkten in Drittländern zu gewinnen.“ Barry A. Matsumori, Senior Vice President von SpaceX, eines der privaten Unternehmen, die auf dem Markt in den USA für Aufsehen sorgen, stimmte Delsaux in dem Punkt zu: „Wir hoffen, dass die Menschen sehen, dass SpaceX Wettbewerb geschaffen hat. Und der Wettbewerb ist ein Zeichen dafür, dass die Kapitalmärkte an Investitionen interessiert sind und dass Innovation stattfindet.“ Matsumori fügte hinzu: „Wir haben Partner und Kunden in Europa. Ich betrachte das als einen Weltmarktplatz.“ Weitere Informationen sind abrufbar unter: Siebte Jahreskonferenz zur europäischen Raumfahrtpolitik http://www.spaceconference.eu/intro.html(öffnet in neuem Fenster)

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