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MAPPING erkundet die Auswirkungen des Internets auf die Gesellschaft

Das MAPPING-Projekt will für mehr Verständnis für die zahlreichen unterschiedlichen Aspekte der neuesten Entwicklungen im Bereichs des Internets und deren Folgen sorgen.

Erinnern Sie sich noch daran, als vor 15 Jahren wegen des Millennium-Bugs alle wie auf glühenden Kohlen saßen? Wenn heute ein derartiger Blackout passieren würde, bekämen wir sofort zu spüren, wie allgegenwärtig das Internet in unserem Leben geworden ist und wie stark wir es nutzen, um wichtige und manchmal auch sensible Informationen miteinander zu teilen. Mehr noch als nur ein schneller Zugang zu Informationen und fürs Online-Shopping hilft das Internet uns dabei, unsere Gesellschaft in ihrem Kern zu definieren. Es steht im Mittelpunkt öffentlicher Debatten und Aktionen und es spiegelt die Entwicklung unserer Nationen im Hinblick auf Datenschutz und Meinungsfreiheit wider — was aufgrund der jüngsten Ereignisse in Frage gestellt wurde. Das MAPPING-Projekt entstand aus dem Wunsch heraus, die Auswirkungen des Internets auf die Gesellschaft zu verstehen. Durch den Zusammenschluss von Universitäten, Forschungsinstituten, internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und Softwarefirmen trägt das Team zur europäischen Debatte rund um die Internetgovernance, den Datenschutz und das Urheberrecht bei. „Eine große Herausforderung ist einerseits, die Entdeckung von Informationen zu ermöglichen und andererseits der Informationsschutz. Die Antwort lautet, ‘es kommt darauf an’, wenn es denn überhaupt eine gibt. Es hängt von vielen Dingen ab, doch müssen wir zunächst Grundlegendes zu der Frage verstehen, was das Internet ist und weniger dazu, wie es genutzt wird”, heißt es in einem Blog von Patrick Curry, CEO der British Business Federation Authority, auf der Projektwebsite. Diese Fragen und andere werden im Zentrum der MAPPING-Debatten stehen, bis das Projekt im Februar 2018 abgeschlossen wird. Innovationspolitik, Geschäftsmodelle und der rechtliche Rahmen der Digitalen Agenda für Europa werden überwacht und es werden Verbesserungsvorschläge vorgelegt. Diese sollen letztendlich zu einem voll entwickelten Aktionsplan mit politischen Leitlinien führen, die die Interessen und Meinungen aller Stakeholder berücksichtigen. Die Arbeit wird sich größtenteils auf vier Initiativen stützen. Die erste ist eine „Politiküberwachung“ (Policy Watch), die die einschlägigen Entwicklungen überwacht. Zu nennen ist hier etwa die jüngste Entscheidung des rumänischen Verfassungsgerichts, der zufolge das Gesetz über Internetsicherheit des Landes als nicht verfassungskonform erklärt wurde. Weitere Beispiele sind der Druck der EU, Verschlüsselungscodes von Internetfirmen zu erhalten, um Terrorismus entgegenzuwirken, oder auch das spanische Urheberrecht. Policy Watch zieht Nutzen aus einer speziell dafür vorgesehenen Website, die eine Goldmine für Informationen für jeden ist, der sich für das Thema interessiert. Die zweite Initiative konzentriert sich auf Internetgovernance und sucht ein Gleichgewicht zwischen territorialen Gerichtsbarkeiten und dem, was das Projekt „das universelle Erbe der Menschheit” im europäischen Raum nennt. Eine Lückenanalyse wird angesichts der bestehenden Beschränkungen durchgeführt. Außerdem wird untersucht, inwiefern die Bürgerbeteiligung angeregt werden kann. Die letzten beiden Initiativen bestehen darin, das richtige Gleichgewicht zwischen Datenschutz, Persönlichkeits- und Geschäftsmodellen zu finden. Außerdem sollen Empfehlungen im Hinblick auf den Schutz der Rechte des geistigen Eigentums in der EU ausgesprochen werden. Die Schlussfolgerung und Empfehlungen von MAPPING werden in einen Fahrplan aufgenommen, der für die Zukunft der Internettechnologien in Europa sehr wichtig sein wird. Damit Innovationen wie das Internet der Dinge mit offenen Armen empfangen werden können, müssen die Grenzen des Datenschutzes im Internet klar definiert werden. Weitere Informationen sind abrufbar unter: MAPPING http://www.mappingtheinternet.eu/

Länder

Niederlande

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