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Nanosoftware bietet besseren Schutz für Mitarbeiter und Industrie

Eine Bewertung der Risiken in der Lieferkette von gefertigtem Nanomaterial hat zur Entwicklung von Werkzeugen für die Industrie und Leitlinien für nachhaltige Fertigung geführt.

Während das Wissen über potentielle Umwelt- und Gesundheitsrisiken von gefertigten Nanowerkstoffen begrenzt bleibt, haben die Partner des durch die EU finanzierten Projekts SUN dennoch versucht, einen umfassenden Leitfaden auf der Basis der neuesten Erkenntnisse zu entwickeln, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten und Unternehmen zu helfen, Haftungsrisiken zu begrenzen. Dies ist ein wichtiger Punkt. Selbstverständlich dürfen die europäischen Hersteller in der Nanotechnologierevolution nicht zurückfallen, trotzdem müssen sie vorsichtig sein. Produkte mit verarbeiteten Nanomaterialien, die ökologische oder gesundheitliche Folgen nach ihrer Markteinführung zeigen, können aufgrund von strengeren Vorschriften und dem erheblichen Schaden, der dem Vertrauen der Verbraucher zugefügt wird, zu wichtigen sozialen Kosten führen. Um diese Herausforderung zu bewältigen, hat das Projekt den Prototyp eines benutzerfreundlichen softwarebasierten Entscheidungsunterstützungssystems (Decision Support System, SUNDS) entwickelt, um ökologische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen von Nanotechnologien zu managen. Das SUN-Projekt will die wissenschaftlichen Erkenntnisse von mehr als 30 europäischen Projekten, nationalen und internationalen Forschungsprogrammen und transatlantischen Kooperationen berücksichtigen und das Werkzeug unter realen Bedingungen testen. Die wichtigsten bisherigen Erfolge des Projekts wurden während der zweiten Jahrestagung von SUN in Venedig, Italien, am 8. und 9. Oktober 2015, umrissen. Am 7. Oktober fand vorab ein Workshop für Interessenvertreter statt, der zeigen sollte, wie die Innovation für eine Reihe von Endnutzern erhebliche Vorteile haben könnte. Im Gegensatz zu anderen Projekten, die unser wissenschaftliches Verständnis von den Eigenschaften, Folgen und Risiken von Nanomaterialien auf ähnliche Weise erweitern sollten, war das Hauptziel von SUN, sicherzustellen, dass seine Ergebnisse in eine Anwendung umgesetzt werden können, die der Industrie direkt zugutekommt und die regulatorische Aufsicht verbessert. Anhand des Feedbacks, das im Rahmen des Workshops gesammelt wurde, sollte der Entwurf des Tools verbessert werden. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter von KMU und Großunternehmen, politische Entscheidungsträger, Behörden, Versicherungsunternehmen, Risikobewerter und Entwickler solcher Tools. „Das Entscheidungsunterstützungssystem von SUN stellt eine Mischung der fortschrittlichsten Modelle für die Risikobewertung der menschlichen Gesundheit und der Umwelt dar. Zum ersten Mal werden die Risiken der Nanotechnologien mit ihren wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen verglichen, um die Entscheidungsfindung im Risikomanagement der europäischen Industrie wirksam zu unterstützen“, sagte Dr. Danail Hristozov, leitender Forscher von SUN. Das System wurde bereits an ausgewählten Fallstudien mit gefertigten Nanomaterialien (Kupferoxide und organische Pigmente) getestet, die in zahlreichen industriellen Anwendungen wie Textilien, Keramik und chemischen Verfahren eingesetzt werden, weitere Tests des DSS an Versorgungsketten anderer Produkte sollen folgen. Dieses Validierungsverfahren wird in finalisierten Leitlinien für die Entwicklung sicherer Nanoprodukte und -prozesse gipfeln. Zusätzlich werden die Projektpartner Bereiche für künftige Forschungen ermitteln und Prioritäten für derzeitige Vorschriften vorschlagen. Das SUN-Projekt, das im Oktober 2013 auf den Weg gebracht wurde, führt 35 Partner aus 12 EU-Ländern zusammen. Mit einem Gesamtbudget von etwa 14 Mio. EUR gehört SUN zu den RP7-Projekten mit der höchsten Förderung. Es soll 2017 abgeschlossen sein. Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebsite von SUN

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