CORDIS Express: Forschungsergebnisse unterstützen Verhandlungen zum Klimawandel
Anlässlich der 21. UN-Klimakonferenz (COP21) werden am 30. November die Repräsentanten von 190 Ländern in Paris zusammenkommen. Ihr Ziel ist ein neues internationales, für alle Länder gültiges Klimaschutzübereinkommen, in dem die Erderwärmung auf unter 2°C begrenzt wird. Bei dieser 21. Klimakonferenz wird viel auf dem Spiel stehen. Manche sind sogar der Ansicht, dass diese Veranstaltung unsere letzte Chance ist, um die Welt wieder in die richtige Bahn zu lenken und katastrophale Klimaveränderungen zu verhindern. Letzten Monat warnte Frankreichs Präsident François Hollande die Generalversammlung der Vereinten Nationen, dass die Entscheidung zur Eindämmung des Klimawandels noch in diesem Jahr fallen müsse, weil schwerwiegende Folgen andernfalls nicht mehr abwendbar seien. Teams von Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern unterstützten die Verhandlungspartner während des gesamten Verhandlungsprozesses intensiv mit ihren Forschungsarbeiten, insbesondere mit ihren Berichten zur Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC). Dabei spielten von der EU finanzierte Forscher eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Daten und Tools, die ein solides Klimaübereinkommen ermöglichen. Die Forscher, die beispielsweise an dem im September abgeschlossenen IMPACT2C-Projekt(öffnet in neuem Fenster) mitgewirkt haben, haben während der vierjährigen Projektlaufzeit die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken, Zielkonflikte, Synergien und Kosten analysiert und dokumentiert. Die Forscher entwickelten einen Web-Atlas, von dem besonders europäische Behörden profitieren, die an internationalen Verhandlungen zum Thema Klimawandel teilnehmen. Währenddessen lieferte das HYPOX-Projekt(öffnet in neuem Fenster) europäischen Politikern und Entscheidungsträgern wichtige Erkenntnisse zum Sauerstoffmangel in aquatischen Ökosystemen. Auf Basis der Informationen aus diesem Projekt – das ergab, dass der Sauerstoffgehalt in diesen Systemen aufgrund des Klimawandels sinkt – konnten sie effektive und nachhaltige Entwicklungsstrategien entwerfen und bei internationalen Verhandlungen wie der COP21 eine starke Position einnehmen. In der dieswöchigen Ausgabe von CORDIS Express erfahren Sie mehr über die Tools und Daten aus RP7-finanzierten Projekten, auf die sich die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz stützen können und dank der hoffentlich ein neues internationales Klimaübereinkommen getroffen wird. - Die Vorhersage der Klimawandelfolgen(öffnet in neuem Fenster) - Auswirkungen der pH-Veränderung auf das Mittelmeer(öffnet in neuem Fenster) - Sauerstoffmangel in aquatischen Ökosystemen(öffnet in neuem Fenster) - CO2-Anstieg und das Südpolarmeer(öffnet in neuem Fenster) - Wissenschaft im Trend: Klimawandel könnte Temperaturen in der Golfregion auf ein beispiellos hohes Niveau steigen lassen(öffnet in neuem Fenster)
Länder
Österreich, Belgien, Bulgarien, Zypern, Tschechien, Deutschland, Dänemark, Estland, Griechenland, Spanien, Finnland, Frankreich, Kroatien, Ungarn, Irland, Italien, Litauen, Luxemburg, Lettland, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Slowakei, Vereinigtes Königreich