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Wissenschaft im Trend: Was hat er noch mal gesagt? Die Welt aus der Sicht von Stephen Hawking

Stephen Hawking, der berühmteste Wissenschaftler der Welt, hatte zu Lebzeiten so einiges zu sagen – und das nicht nur über den Urknall und schwarze Löcher. Hier eine kleine Zusammenstellung der Ansichten, die der britische Physiker zu allem von Außerirdischen bis hin zum größten Mysterium aller Zeiten vertrat.

Gesellschaft

Der hellste Stern am Himmel der Wissenschaft machte Entdeckungen, die grundlegend verändern sollten, wie die wissenschaftliche Gemeinschaft den Kosmos und unseren Platz darin versteht. Doch es waren vor allem seine offenen Meinungen rund um das irdische Leben, die ihn zu einer Ikone der Popkultur werden ließen. Sein berühmter Name war für Hawking das Vehikel, um sich zu jedem Thema unter der Sonne ganz unverblümt zu äußern. Die internationalen Medien dienten ihm mit Freude als Plattform und hingen bisweilen gar an jedem Wort. Seinen Kollegen aus der Wissenschaft ging es allerdings nicht immer so. Wie Professor Sir Martin Rees, Hofastronom des Vereinigten Königreichs, der „BBC“ erklärte, dass sich eine Kehrseite seines Kultstatus darin zeige, „dass seinen Bemerkungen unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit zukam – selbst bei Themen, in denen er eigentlich keine konkrete Kompetenz besaß, wie zum Beispiel der Philosophie oder den möglichen Gefahren durch Außerirdische oder durch künstliche Intelligenz.“ Die meisten vertreten wohl eher die Ansicht, dass es gerade sein Draht zum Publikum war, der Millionen Menschen auf der ganzen Welt inspirierte und die Wissenschaft in das öffentliche Auge rückte. Die australische Ausgabe von „Business Insider“ präsentierte verschiedene Zitate von Hawking über Themen, die außerhalb seines Fachgebiets lagen. Außerirdisches Leben Hawking war der Auffassung, dass wir uns mit Kontaktversuchen zu intelligenten außerirdischen Zivilisationen zurückhalten sollten, da er darin mögliche Gefahren für die Menschheit und die Erde sah. Die Begründung dafür sei, dass eine ferne außerirdische Zivilisation die Menschheit als unterlegene, schwache Rasse ansehen könnte, die leicht zu erobern wäre. „Je älter ich werde, desto überzeugter bin ich, dass wir nicht alleine sind.“ Doch falls Lebenszeichen entdeckt werden, sollten wir „uns davor hüten, darauf zu antworten“, warnte er. Künstliche Intelligenz Hawking glaubte, dass die Entwicklung denkender Maschinen unsere Existenz gefährden könnte. Seine düstere und deprimierende Ansicht über die Aussichten im Hinblick auf künstliche Intelligenz äußerte er 2014 in einem Interview: „Die Entwicklung einer vollkommenen künstlichen Intelligenz könnte das Ende der Menschheit bedeuten.“ Danach ruderte er jedoch wieder ein wenig zurück. „Künstliche Intelligenz könnte entweder das Beste oder das Schlimmste sein, was der Menschheit je beschert wird“, sagte er bei einer Vorlesung an der University of Cambridge. Diese Befürchtung ist dadurch begründet, dass künstliche Intelligenz imstande sei, eigenständig zu lernen – und womöglich unsere menschlichen Fähigkeiten zu übertreffen. „[Künstliche Intelligenz] würde sich verselbstständigen und immer schneller weiterentwickeln. Da der Mensch durch eine langsame biologische Evolution beschränkt ist, könnte er nicht mithalten und würde verdrängt werden.“ Die Zukunft der Menschheit Uns Menschen blieben nur noch rund 1 000 Jahre, sagte Hawking 2016 in einer Rede. Er sah unseren einzigen Ausweg darin, einen anderen bewohnbaren Planeten zu finden. Es sei nahezu sicher, dass es durch wissenschaftliche und technologische Fortschritte in den nächsten tausend oder zehntausend Jahren auf der Erde zu einer Katastrophe kommen würde. Doch das sollte uns nicht weiter beunruhigen. Denn bis dahin werden wir bereits auf einen anderen Planeten umgezogen sein. Welche vier Bedrohungen könnten Hawking zufolge demnach zum Weltuntergang führen? Atomkrieg, globale Erwärmung, künstlich erzeugte Viren und Roboter. Das unergründlichste Mysterium Auf die Frage, welches Mysterium auf ihn die größte Faszination ausübt und warum, hatte Hawking 2015 eine überraschende Antwort. Frauen sind ihm ein völliges Rätsel. „Meine Assistentin macht mir immer wieder bewusst, dass ich zwar einen Doktor in Physik haben mag, Frauen aber ewig ein Mysterium bleiben sollten [sic].“

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