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Inhalt archiviert am 2022-12-02

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Strategische Unterstützung der Forschung in Entwicklungsländern

Das Europäische Parlament (EP) hat die Strategie der Europäischen Gemeinschaft in Bezug auf die Unterstützung von Forschungsarbeiten in Entwicklungsländern befürwortet, gemäß dem Abkommen, das über das Fünfte Rahmenprogramm (FP5/5RP) betreffend Forschung, technologische Entwic...

Das Europäische Parlament (EP) hat die Strategie der Europäischen Gemeinschaft in Bezug auf die Unterstützung von Forschungsarbeiten in Entwicklungsländern befürwortet, gemäß dem Abkommen, das über das Fünfte Rahmenprogramm (FP5/5RP) betreffend Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (FTE) getroffen wurde sowie gemäß den fortlaufenden Gesprächen über das Fünfte Lomé Abkommen. Das EP akzeptierte ohne Debatte den von MEP Jup Weber (ARE, L) entworfenen Bericht über die Mitteilung der Europäischen Kommission zu diesem Thema, nachdem der Entwicklungsausschuß die Meinung äußerte, daß der Schwerpunkt bei Technologien anzubringen sei (wie u.a. den Bereichen Hygiene, Wasser und Wasserbehandlung), die es den Menschen ermöglichen, der Armut zu entrinnen und nachhaltigen Wohlstand zu schaffen. Die Kommission wurde aufgefordert, gegebenenfalls das Differenzierungsprinzip anzuwenden, indem sie gemeinsam mit lokalen und regionalen Partnern für die verschiedenen Gebiete und geographischen Regionen differenzierte Richtlinien und Prioritäten aufstellt. Der Ausschuß sollte auf langfristiger Basis statt im Zuge von Ad-Hoc-Projekten unterstützt werden. Das Ziel der Forschungskooperation soll jedenfalls darin bestehen, beim Aufbau der lokalen Forschungskapazitäten zu helfen und diese für Forscher attraktiver zu gestalten, damit sie im Ursprungsland bleiben. Der Ausschuß betonte schließlich die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung und technologischer Innovation für die nachhaltige Bewirtschaftung von Ressourcen und die Reduzierung von Umweltschäden, die durch unhaltbare Industrialisierungsprozesse verursacht werden. In ihrem ursprünglichen Vorschlag hatte die Kommission die Unzulänglichkeit des Forschungspotentials in Entwicklungsländern insgesamt vermerkt (es gibt 0,5 Forscher/FTE-Personal pro 10.000 der aktiven Bevölkerung in nichtasiatischen Ländern, während die entsprechenden Ziffern für die USA 69 bzw. für die EU 40 betragen). Dabei wurden Möglichkeiten erwogen, die Situation mit Hilfe der zur Zeit der Gemeinschaft zur Verfügung stehenden Mitteln zu verbessern. Durch die Schwäche der technologischen Kultur und vor allem den Mangel an Ressourcen (die sich größtenteils aus sehr geringer Unterstützung durch die Öffentlichkeit ableiten) wird die technologische Kluft noch weiter vertieft, welche die Entwicklungsländer charakterisiert. Die Kommission hob hervor, daß es wünschenswert sei, den Zugang zu FP5 für die angehenden Wirtschaftssysteme zu verbessern und die wissenschaftliche Zusammenarbeit zu entwickeln, um den Zugang der EU Unternehmen zu diesen Absatzmärkten mit starkem Wachstumspotential zu erleichtern. Die Kommission bestand ferner darauf, daß die Mitgliedstaaten auf diesem Gebiet bessere Koordination untereinander betreiben und betonte die Notwendigkeit eines echten politischen Dialogs in diesem Sektor mit den betreffenden Ländern und Regionen.

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