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Wasserstoffmobilität mit sauberer Energie gewinnt in Europa an Bedeutung

Eine Wasserstoff-Tankstelle in Frankreich bringt den emissionsfreien Verkehr voran.

Verkehr und Mobilität

Obwohl die Masseneinführung von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle noch Jahre in Anspruch nimmt, haben sich die Bemühungen, wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zu etablieren, in den letzten Jahren intensiviert. Im Rahmen des Bestrebens Europas, durch die Umstellung auf ein sauberes, CO2-armes Energiesystem führend im Bereich des emissionsfreien Verkehrs zu werden, richten mehrere Länder Wasserstoff-Tankstellen ein. Das EU-finanzierte Projekt H2ME (Hydrogen Mobility Europe) testet weiterhin Lösungen, die auf regionaler, nationaler und europaweiter Ebene praktikable und wettbewerbsfähige Alternativen zu fossilen Brennstoffen bieten, um das weltweit größte Netzwerk von Wasserstoff-Tankstellen zu schaffen. Eine Tankstelle in der französischen Stadt Saargemünd ist kürzlich dank der Fortschritte bei der Demonstration der Wasserstofferzeugung vor Ort durch Elektrolyse in den Fokus gerückt. Christian Hector, Leiter des Technischen Dienstes von Cofluences und Initiator des Projekts FaHyence, das Teil von H2ME ist, fasst das Ziel der Installation in der britischen Ausgabe von „The Conversation“ zusammen. „Ziel war es, die Elektromobilität im grenzüberschreitenden Kontext zu testen und die technische Zuverlässigkeit einer Wasserstoff-Tankstelle in Kombination mit einem Elektrolyseur vor Ort zu validieren.“ Tankzeit FaHyence wurde im April 2017 ins Leben gerufen und entwickelte die erste Tankstelle Frankreichs, die vor Ort und bei Bedarf Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugen kann, heißt es in einer Pressemitteilung des Projektpartners McPhy. Mit einer täglichen Kapazität von 40 kg für etwa 25 Fahrzeuge und einem Ladedruck von 350 bis 420 bar soll die Tankstelle einen Beitrag zur grenzüberschreitenden Wasserstoffmobilität mit Deutschland und den Benelux-Staaten leisten. Das Auftanken dauert nur wenige Minuten, wie in derselben Pressemitteilung vermerkt ist. Im Artikel von „The Conversation“ heißt es weiter: „Verglichen mit dem stundenlangen Laden von herkömmlichen batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen, scheinen die vier Minuten, um den Fahrzeugtank mit Wasserstoff zu füllen, mehr als akzeptabel zu sein.“ Weitere Stationen sind auf dem Weg In demselben Artikel werden auch andere Wasserstoff-Tankstellen in Frankreich hervorgehoben, darunter eine Tankstelle in Grenoble, die seit 2018 im Rahmen des Projekts HyWay in Betrieb ist, sowie andere, die in Rodez und Nantes errichtet werden. Die Initiativen des Projekts H2ME betreffen neben Frankreich auch Deutschland, das Vereinigte Königreich und Skandinavien. Die erste fünfjährige Projektphase H2ME wurde 2015 gestartet, gefolgt von der zweiten Phase H2ME 2 (Hydrogen Mobility Europe 2), die 2016 eingeführt wurde. Ein Dokument auf der Projektwebsite, in dem die Ergebnisse zusammengefasst sind, besagt, dass in den beiden Phasen über 1 400 Fahrzeuge und mehr als 45 Wasserstoff-Tankstellen zum Einsatz kommen werden. Laut demselben Dokument wird der Einsatz derartiger Tankstellen in Europa trotz der begrenzten Infrastruktur mit zunehmendem Tempo fortgesetzt. Es wird jedoch auch auf Verzögerungen bei der Installation von Wasserstoff-Tankstellen aufgrund des Genehmigungsverfahrens hingedeutet, das sich auf unterschiedliche Vorschriften, Kodizes und Normen in ganz Europa bezieht. In dem Dokument wird nahegelegt, dass weitere Forschung und Entwicklung in der Wasserstoff-Lieferkette in Bereichen wie der Messtechnik und Ersatzteile erforderlich ist. Die Initiativen von H2ME werden von der öffentlich-privaten Partnerschaft der EU, dem Gemeinschaftsunternehmen „Brennstoffzellen und Wasserstoff“ (FCH JU), unterstützt. Weitere Informationen: H2ME-Projektwebsite

Länder

Vereinigtes Königreich

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