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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Europa bereitet eine gemeinsame Weltraumstrategie vor

Der europäische Kommissar für Forschung, Philippe Busquin, und die für Verkehr und Energie zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Loyola de Palacio, trafen sich Anfang Februar mit dem Generaldirektor der Europäischen Weltraumbehörde (ESA), Herrn Antonio Rodotà...

Der europäische Kommissar für Forschung, Philippe Busquin, und die für Verkehr und Energie zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Loyola de Palacio, trafen sich Anfang Februar mit dem Generaldirektor der Europäischen Weltraumbehörde (ESA), Herrn Antonio Rodotà, um über eine gemeinsame Weltraumstrategie für Europa zu diskutieren. Im Forschungs- und Technologiezentrum der Behörde in Noordwijk (Niederlande) trafen sie sich mit leitenden Führungskräften der ESA zu Gesprächen über das Satellitennavigationsprogramm "Galileo" und die Überwachung von Gefahrguttransporten zur See. Die Europäische Kommission und die ESA begannen mit der Ausarbeitung von Plänen für eine gemeinsame europäische Weltraumstrategie, nachdem sie 1999 den Beschluß gefaßt hatten, dieses Vorhaben bis Ende 2000 zum Abschluß zu bringen. In den kommenden Monaten werden ausführliche Beratungen mit allen interessierten Parteien stattfinden. Kommissar Busquin betont nun in seiner jüngsten Mitteilung, die einen "Europäischen Forschungsraum" ins Auge faßt, die Wichtigkeit der Koordination und Konzertierung auf diesem Gebiet. Galileo ist eine gemeinsame Initiative der EU und der ESA zur Entwicklung eines europäischen globalen Satellitennavigationssystems. Das Programm befindet sich zur Zeit in der detaillierten Definitionsphase. Nach seiner Fertigstellung wird Galileo eine autonome europäische Verkehrsmanagement- und Telematik-Infrastruktur bieten, die den europäischen Herstellern von Ausrüstungen sowie den Dienstleistungsindustrien wertvolle wirtschaftliche Vorteile bringt und Arbeitsplätze schafft. Frau de Palacio betonte die Wichtigkeit der Bestätigung des Programms, das einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung einer integrierten europäischen Verkehrspolitik darstellt, durch den Rat der EU bis Ende dieses Jahres. Die Kommissare zeigten sich auch an einer neuen von Herrn Rodotà vorgeschlagenen Initiative interessiert, in deren Rahmen Weltraumtechnologie zur Überwachung von Gefahrguttransporten zur See und zur Forschung über die Entdeckung von auslaufendem Öl eingesetzt wird. An der Fracht sollen Geräte zur Positionsbestimmung angebracht werden, mit denen die betriebliche Ortung von Öltankern und anderen Schiffen, die Gefahrgut geladen haben, vorgenommen werden soll. Diese Initiative wird als Test in das Galileo-Programm aufgenommen. Außerdem dient diese Initiative dem Entwurf und der Durchführung einer europäischen Gesetzgebung auf diesem Gebiet sowie der Erhöhung der Verkehrssicherheit. Sie wird ferner die Entscheidungsfindung bei der Festlegung und Planung von Schiffahrtsrouten erleichtern und bei der Erstellung und Aktualisierung von Karten empfindlicher Küstenregionen helfen.

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