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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Finnland - zu erfolgreich

Ein neue Haltung gegenüber Forschungs- und Entwicklungsprojekten könnte in Finnland infolge des großen Erfolges der Projekte auf der Tagesordnung stehen. Dieser Erfolg führte jedoch nicht zu einer Selbstbeglückwünschung, sondern diejenigen, die an der Spitze dieses Erfolgs ste...

Ein neue Haltung gegenüber Forschungs- und Entwicklungsprojekten könnte in Finnland infolge des großen Erfolges der Projekte auf der Tagesordnung stehen. Dieser Erfolg führte jedoch nicht zu einer Selbstbeglückwünschung, sondern diejenigen, die an der Spitze dieses Erfolgs stehen, wurden zu weiteren Entwicklungen angestachelt. TEKES, der nationalen Organisation für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, ist sehr wohl bekannt, daß u.a. auch die finnische Regierung die Trefferquote für erfolgreiche Projekte dieser Organisation überwacht. Mittlerweile enden 75 Prozent der Projekte mit der Vermarktung eines Produktes, was einige vermuten ließ, daß die Organisation zu viele "sichere" Projekte bearbeite. Es bedürfe mehr Risiko, protestierten sie. Aber Herr Kari Tilli, Leiter der Abteilung Telekommunikation und Elektronik bei TEKES, erläutert, was wirklich geschehen ist und wie die Zukunftspläne der Organisation aussehen. Seinen Vorstellungen nach muß diesen Bedenken nachgegeben werden, gleichzeitig darf jedoch für TEKES keine bedeutende Gefahr entstehen. Für Herrn Killi war die Tatsache, daß Erfolg dieser Projekte am Vermarkten eines Produktes gemessen wurde, das was die Kritiker mißverstanden haben. Er erläutert, daß eine geringere Erfolgsrate verzeichnet worden wäre, wenn die wirtschaftliche Ausbeutung das Erfolgskriterium gewesen wäre. "In Zukunft wird TEKES wahrscheinlich eine geringe Anzahl an Projekten mit hohem Risiko haben. Sie müssen berücksichtigen, daß wir nicht über ausreichend Mittel verfügen, alle Projekte zu fördern, sondern uns nur um die aussichtsreichsten kümmern können", sagte er. Die genaue Erläuterung dessen, was TEKES tut, ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Herrn Tilli. Er bekräftigt den Bedarf an einer stetigen anstatt einer plötzlichen Reaktion auf Projekte. So ist es zum Beispiel die Beständigkeit des Produkts am Ende des Projekts und nicht seine "Sexiness" während des Prozesses, die bedeutend bleibt. Herr Killi nimmt das Beispiel der jüngsten Dot-com-Manie. "Wir unterstützen die Inhaltsproduktion nicht, da sie nicht permanent technologische oder geschäftliche Möglichkeiten erzeugt. Wir unterstützen aber die Schaffung von Werkzeugen für die Produktion von Inhalten." Der Wert der Arbeit mit TEKES beschränkt sich nicht auf die kleineren, angehenden Unternehmen - auch für größere Unternehmen ergeben sich Vorteile. Herr Reijo Syrjalainen von der Sonera Corporation, eines der größten finnischen technisch führenden Unternehmen, blickt auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit TEKES zurück. "Es gibt viele sehr neue Aktivitäten und es kann sein, daß bestimmte dieser Aktivitäten nicht ohne TEKES umgesetzt werden. Es handelt sich um ein Forum zur Innovation," sagte er. Einer der bedeutendsten Bereiche, in denen Vorteile sichtbar sind, ist die Zusammenarbeit. Gemäß den Erläuterungen von Herrn Syrjalainen gibt es keine Beschränkungen für die Kooperation. "Der Gedanke ist, daß alle kooperieren. Wir arbeiten auch mit den Universitäten zusammen, so daß wir die besten Leute für uns gewinnen können." Eine Zusammenarbeit besteht auch zwischen TEKES und der Akademie von Finnland, die sich weit mehr auf Grundlagenforschung konzentriert. TEKES richtet den Blick mehr auf fortgeschrittene Projekte, an denen Forschungsinstitute, Universitäten und Unternehmen beteiligt sind, von denen viele Marktpotential besitzen. Derzeit umfaßt dies mehr als 60 Programme mit einem Wert von mehr als 18 Millionen Euro. Herr Tilli hebt diesen Punkt hervor und geht weiter darauf ein, wie Finnlands besondere Umstände diesen Geist der Zusammenarbeit durchführbar machen. "Die Sache ist, daß in Finnland jeder jeden kennt, da es nur so wenige Leute im Land gibt!" Humanressourcen sind das Schlüsselelement vieler neuer Wirtschaftsunternehmen. Hier könnte man erwarten, daß dies ein besonderes Problem für Finnland ist, da die Einwohnerzahl gering und das Land verhältnismäßig isoliert ist. TEKES hat versucht sicherzustellen, daß das Land sowohl durch seine inländischen als auch internationalen Projekte eine fachliche Basis halten kann, die diesen High-Tech-Projekten angemessen ist. Soweit scheinen alle mit der Vereinbarung zufrieden zu sein, mit Ausnahme der finnischen Universitäten, da einige ihrer Studenten nicht zurückkommen. Forscher haben mit der Belegschaft bedeutender Unternehmen gearbeitet und einige ziehen es vor, in dem Unternehmen weiter zu arbeiten. Darüber hinaus haben in jüngerer Zeit mehr Forscher ihre eigenen Unternehmen aufgebaut. In bezug auf die zukünftigen Entwicklungen bei TEKES arbeitet Herr Tilli derzeit an einer Reihe neuer Telekommunikationsprogramme, die im September vorgestellt werden.

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