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Der WSA unterstützt den Vorschlag der Kommission hinsichtlich eines Fortbildungsprogramms für die audiovisuelle Industrie

Der Wirtschafts- und Sozialausschuß (WSA) unterstrich die Bedeutung der beruflichen Fortbildungsmaßnahmen für die europäische audiovisuelle Programmindustrie zur Förderung der Schaffung von Arbeitsplätzen, und bittet die Europäische Kommission eindringlich, eine Europäische Ag...

Der Wirtschafts- und Sozialausschuß (WSA) unterstrich die Bedeutung der beruflichen Fortbildungsmaßnahmen für die europäische audiovisuelle Programmindustrie zur Förderung der Schaffung von Arbeitsplätzen, und bittet die Europäische Kommission eindringlich, eine Europäische Agentur für die Informationsgesellschaft einzurichten, die sich an der Koordinierung der einzelnen Initiativen im Bereich der Multimedia-Konvergenz beteiligt. Der WSA legt diese Vorschläge in einer Stellungnahme dar, die kürzlich zu dem Vorschlag für die Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA - Fortbildung) und die Durchführung eines Förderprogramms für Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke veröffentlicht wurde. Nach Ansicht des WSA sind die Branchen der Informationsgesellschaft - und in besonderem Maße die audiovisuelle Industrie - Schlüsselsektoren in der Europäischen Union, die das höchste Wachstumspotential aufweisen. "Studien zufolge werden die Einkünfte dieses Marktes bis 2005 um 70 Prozent steigen, was allein für diesen Zeitraum auf die Schaffung von über 300.000 hochqualifizierten Arbeitsplätzen hinauslaufen könnte", berichtet der WSA. Jedoch, so der Ausschuß weiter, befindet sich die europäische audiovisuelle Programmindustrie in einer schwachen Position und ist derzeit nicht in der Lage, im verschärften weltweiten Wettbewerb zu bestehen. "Daher müssen Finanzierungsstrategien konzipiert werden, die in erster Linie die Entwicklungs-, Vernetzungs-, Vertriebs- und Vermarktungsfähigkeit auf internationaler Ebene fördern." Die öffentlichen Stellen müßten finanzielle Förderungen für diese Maßnahmen, besonders in den innovativeren Marktsegmenten, leisten, fügt der WSA hinzu. "Wenn die Qualität der europäischen Produktion durch effiziente Ausbildungsinstrumente und die Durchsetzungsfähigkeit in einem globalen Markt mit einer sich daraus ergebenden Steigerung des Marktanteils gewährleistet werden, dann können auch die Präsenz und der Gewinnanteil europäischer Programmproduzenten verstärkt werden." Der WSA hat gleichzeitig seine Unterstützung für den Vorschlag der Europäischen Kommission für Fördermaßnahmen zur Verbreitung des gemeinsamen kulturellen Erbes angekündigt. Jedoch sprach er auch einige Probleme an - vor allem, daß die Haushaltsmittel für das MEDIA PLUS-Programm erhöht werden müßten, wenn die Zielsetzungen erreicht werden sollten. Der Ausschuß fordert eine Aufstockung der Finanzmittel, insbesondere da sich der europäische Finanzsektor in der Regel nicht an Investitionen beteiligt, weil er in den genannten Bereichen keine Risiken eingehen möchte. Er forderte zudem Zugang zu mehr Daten zur Bewertung der vorangegangenen Programme und die vorrangige Behandlung von technologischer Entwicklung und Innovation sowie eine bessere Verteilung der Mittel. Eine Europäische Agentur für die Informationsgesellschaft "könnte eine praxisnahe und unbürokratische Stelle für die Finanzierung, Kooperation und Koordination zwischen den verschiedenen Bereichen darstellen, von der Produktion bis zum Vertrieb unter einem europäischen Markenzeichen, wobei die Finanzmittel und die geplanten finanziellen Fördermechanismen miteinander kombiniert werden können". Auch wenn es der WSA lieber sehen würde, wenn der Vorschlag die Funktion der europäischen audiovisuellen Industrie als Vehikel zur Förderung der europäischen Kultur und der demokratischen Werte mehr berücksichtigen würde, befürwortet er eindeutig den Vorschlag der Kommission. "Die Verabschiedung dieses Vorschlags ist in erster Linie wegen des damit zusammenhängenden Wertzuwachses dringend geboten. Davon abgesehen steigert er den grenzüberschreitenden Umlauf von audiovisuellen Werken, indem einerseits die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen audiovisuellen Produktionsindustrie und andererseits das Bewußtsein für eine kulturelle europäische Identität gestärkt und verbessert werden, was alleine ein Tätigwerden der Gemeinschaft in diesem Bereich rechtfertigt", so die Schlußfolgerung des Ausschusses.