Kommission an der Spitze im Kampf gegen tödliche Krankheiten
Die Europäische Kommission, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Gemeinsame HIV/AIDS-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) kamen gestern zusammen, um einen gemeinsamen Standpunkt zu den Krankheiten HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose in den Entwicklungsländern anzukündigen. Bei einer hochrangigen Gesprächsrunde in Brüssel trafen sich Kommissionspräsident Romano Prodi und sechs weitere Kommissionsmitglieder, darunter Philippe Busquin (Kommissar für Forschung) und Poul Nielson (Kommissar für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe), die Generaldirektorin der WHO, der Exekutivdirektor von UNAIDS, der Premierminister von Mosambik und Regierungsvertreter von Brasilien, Indien, Senegal, Swasiland, Uganda und Sambia. Die Gesprächsrunde ist der erste Schritt für die Ausarbeitung eines neuen Aktionsprogramms der EU nach der Annahme eines neuen politischen Rahmens für eine beschleunigte Aktion zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose in der vergangenen Woche. Die Teilnehmer wurden gestern von der Kommission aufgefordert, überzeugende Ideen und Ansätze vorzustellen, mit denen die Aktionen der EU effizienter und wirksamer gestaltet werden können. Des weiteren nahm die Kommission die Gelegenheit wahr, die Verpflichtung der EU zur Bereitstellung von mehr Mitteln für einen neuen globalen Ansatz zu bekräftigen. "Die EU sollte die Entwicklungsländer umfassender und wirksamer bei der Bekämpfung dieser Epidemien unterstützen", so Prodi in seiner Eröffnungsrede. Kommissionsmitglied Nielson fügte hinzu, dass die Kommission versuchen wird, die Investitionen zunehmend auf Forschungsarbeiten zu verlagern, die sich auf langfristige Lösungen konzentrieren, wie etwa die Entwicklung eines Impfstoffs gegen AIDS. Die Kommission hofft, dass die Gesprächsrunde einen entscheidenden Schritt für die Ausarbeitung eines umfassenden langfristigen EU-Aktionsprogramms darstellen wird, mit dem die Kommission die Bekämpfung der Armut und der Krankheiten HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose unterstützen will. Romano Prodi will dieses Programm und die dafür bereitgestellten Mittel in der Anschlusskonsultation zum G8-Treffen von Okinawa im Dezember ankündigen.