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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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WSA-Vorsitzende unterstützt Busquins Ansatz

Am 28. Oktober bekommt Beatrice Rangoni Machiavelli, Vorsitzende des Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA), in Miami als erste Europäerin den Preis "Woman who makes a difference" (Herausragende Frau) überreicht, der vom International Women's Forum verliehen wird. In einem I...

Am 28. Oktober bekommt Beatrice Rangoni Machiavelli, Vorsitzende des Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA), in Miami als erste Europäerin den Preis "Woman who makes a difference" (Herausragende Frau) überreicht, der vom International Women's Forum verliehen wird. In einem Interview mit CORDIS-Nachrichten erläuterte Frau Rangoni ihr seit langem bestehendes Interesse an der europäischen Forschung und Wissenschaft sowie an der Förderung von Frauen in der europäischen Forschung. Frau Rangoni hat an zahlreichen Seminaren und Konferenzen zu diesem Thema auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene teilgenommen und derartige Veranstaltungen organisiert. Sie hat sich sehr für die Anerkennung der Bedeutung der Forschung eingesetzt. Auf Einladung des EU-Kommissars für Forschung, Philippe Busquin, ist sie derzeit Mitglied der Jury, die den Gewinner des diesjährigen Descartes-Preises auswählt. "Europa braucht Forschung und Know-How", so Frau Rangoni. Sie ist sehr beunruhigt wegen der Lücke bei den Forschungsaktivitäten zwischen Europa und den Vereinigten Staaten und Japan. Als Hauptursache dafür sieht sie den Mangel an Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. "Jedes Land betreibt seine eigene Forschung und ist eifersüchtig auf andere", glaubt Frau Rangoni. "Wenn man sein Potenzial auf 15 Länder aufteilt, wird man nie an der Spitze stehen." Diese Lücke zeigt sich insbesondere im Bereich der Biotechnologie, einem Gebiet, das nach Frau Rangonis Meinung in der EU-Forschung prioritär behandelt werden sollte. Ungefähr 80 Prozent der Forschung wird in den USA durchgeführt und nur ein Prozent in der EU. "Dies ist eine Art von Monopol, das Europa nicht akzeptieren kann", fügte Frau Rangoni hinzu. Frau Rangoni erinnert sich an ein persönliches Treffen mit Jacques Delors, Präsident der Europäischen Kommission von 1985 bis 1995. Herr Delors sagte, dass sein Weißbuch in Bezug auf die Forschung fehlgeschlagen ist, und gab gegenüber Frau Rangoni zu, dass sein Bericht nicht den erhofften Anstoß dazu gegeben hat, die europäischen Forschungsgemeinschaften zu vereinen. Aus diesem Grund gibt Frau Rangoni dem von Forschungskommissar Philippe Busquin vorgeschlagenen Europäischen Forschungsraum ihre volle Unterstützung, den sie als "wesentlich" ansieht. Durch die Bündelung der Ressourcen der einzelnen Mitgliedstaaten und die Angleichung nationaler Ansätze in der Forschung und Entwicklung (F&E) auf europäischer Ebene, werde die EU eine Chance haben, die größer werdende interkontinentale Lücke in Bezug auf das Fachwissen zu schließen. Die Förderung von Frauen in der Forschung und Wissenschaft ist Frau Rangoni ein besonderes Anliegen. Sie selbst hat Physik studiert und war Redakteurin der Zeitschrift "Women of Europe", die von der Europäischen Kommission herausgegeben wird und sich an Frauen in der Wissenschaft innerhalb der EU richtet. Frau Rangoni räumte ein, dass die Schwierigkeiten, denen Frauen in der Forschung gegenüber stehen, die gleichen sind, die sie schon immer auf dem Arbeitsmarkt gehabt haben. Seit der Zeit, als sie in ihrer Familie für Aufruhr sorgte, als sie an die Universität ging, um einen Abschluss in einem naturwissenschaftlichen Fach zu erlangen, habe sich die Haltung gegenüber Frauen jedoch geändert, so Frau Rangoni. Inzwischen sind mehr junge Frauen in der Forschung tätig, aber laut Frau Rangoni noch immer nicht genug. Sie möchte, dass sowohl die Kommission als auch die Mitgliedstaaten mehr tun, um die Situation für Frauen zu verbessern. Auf die Frage, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, bezog sich Frau Rangoni auf den Vertrag von Amsterdam, in dem festgelegt ist, dass die Chancengleichheit für Frauen zu einem Hauptanliegen in der Politik werden muss. "Wenn die Kommission wirklich umsetzt, was im Vertrag von Amsterdam beschlossen wurde, und wenn die anderen Einrichtungen, die Zivilgesellschaft und große Unternehmen diesen institutionellen Beschluss umsetzen [...] dann werden Frauen es leichter haben", betonte Frau Rangoni. Die zukünftige Beteiligung von Frauen an der EU-Forschung und die Zukunft der EU-Forschung im Allgemeinen sind Themen, die Frau Rangoni Sorge bereiten. Sie ist fest davon überzeugt, dass alle möglichen Anstrengungen unternommen werden müssen, um Chancengleichheit für Frauen in der Forschung zu erreichen, sodass Europa nicht das Potenzial verliert, dass Frauen zu bieten haben. Außerdem drängt sie die Kommission und die Mitgliedstaaten dazu, mehr Energie und mehr finanzielle Mittel für die Forschung aufzuwenden.

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