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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Klimagespräche ohne Ergebnis

Die Klimagespräche in Den Haag, deren Ziel es war, die Umsetzung des Kyoto-Protokolls zu ermöglichen, gingen am 25. November ohne Abschlussvereinbarung zu Ende. Eines der Haupthindernisse für ein Übereinkommen war die Uneinigkeit der EU und der USA darüber, ob Kohlenstoff-Sen...

Die Klimagespräche in Den Haag, deren Ziel es war, die Umsetzung des Kyoto-Protokolls zu ermöglichen, gingen am 25. November ohne Abschlussvereinbarung zu Ende. Eines der Haupthindernisse für ein Übereinkommen war die Uneinigkeit der EU und der USA darüber, ob Kohlenstoff-Senken, die einen gewissen Anteil an Schadstoffen aufnehmen, eine akzeptable Alternative zur Reduzierung von Emissionen sind. Während die Umweltminister noch gegenseitige Anschuldigungen austauschen, wer für das Scheitern der Gespräche verantwortlich ist, lenkt die Europäischen Umweltkommissarin Margot Wallström ihre Aufmerksamkeit auf die Weltklimakonferenz, Teil 2, die nun 2001 stattfinden soll. "Das Beispiel des Cartagena-Protokolls zur UN-Artenschutz-Konvention, bei dem auch erst im zweiten Versuch eine Vereinbarung erzielt wurde, zeigt, dass ein vorübergehender Rückschlag letztendlich zu einem besseren Ergebnis führen kann", kommentierte Wallström. "Natürlich wäre es uns lieber gewesen, wenn wir jetzt die Regeln für die Umsetzung des Kyoto-Protokolls hätten festlegen können, aber es war klar, dass die Verhandlungen nicht leicht sein würden und am Ende ging uns einfach die Zeit aus, um alle Probleme zu lösen. Die Wiederaufnahme der COP6 wird uns die zweite Chance geben, die wir brauchen." Kommissarin Wallström fuhr fort: "Jedes Abkommen muss die Umweltintegrität und die Glaubwürdigkeit des Protokolls sichern und leider konnten einige Ideen, die in den letzten Stunden in Den Haag diskutiert wurden, dies nicht garantieren. Es ist unbedingt erforderlich, dass ein Abkommen zur wirklichen und kontinuierlichen Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen, die die globale Erwärmung verursachen, durch die Industrieländer, vor allem die Hauptverursacher, führt. Die COP6 hat einen bedeutenden sachlichen Fortschritt bezüglich einiger Fragen erzielt und es allen Seiten ermöglicht, die Position der anderen besser zu verstehen und Differenzen erheblich zu verringern." Wallström fügte hinzu, dass sie noch immer zuversichtlich sei, dass im kommenden Jahr unter der geschickten Leitung von Jan Pronk, dem niederländischen Umweltminister, ein sowohl umweltfreundliches als auch kosteneffizientes Abkommen erreicht werden könne. "Wir werden weiterhin alles in unserer Macht stehende tun, damit dies geschieht", so Wallström.

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