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Inhalt archiviert am 2024-06-18

Access to Opioid Medication in Europe

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Den Zugang zu Schmerzmitteln verbessern

Eine EU-Initiative wurde gestartet, um den Zugang zu Opioiden, einer wichtigen Schmerzmittelklasse, in 12 europäischen Ländern zu verbessern.

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Opiumbasierte Medikamente haben aufgrund deren stark schmerzlindernder Wirkung in der Gesundheitsindustrie einen hohen Stellenwert, unterliegen jedoch auch strengen Regelungen, um vor Missbrauch zu schützen. Dies ist der Grund dafür, warum Opioide in vielen europäischen Ländern nicht sofort verfügbar sind, was europaweit zu einer unzureichenden Schmerzbehandlung führt. Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts ATOME (Access to opioid medication in Europe) wurde an einer Verbesserung dieser Situation durch Forschung und politische Maßnahmen gearbeitet. Das oberste Ziel bestand in einem verbesserten Zugang zu Opioden für alle Patienten, die eine Schmerzbehandlung benötigen. Für das Projekt wurden 12 Schwerpunktländer ausgewählt: Bulgarien, Zypern, Estland, Griechenland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Serbien, die Slowakei, Slowenien und die Türkei. Das Projekt begann damit, dass Partnerschaften mit Expertenteams in jedem Land eingerichtet wurden. Diese bestanden aus Regierungsbeauftragten, Rechtsexperten, Spezialisten im Bereich der öffentlichen Gesundheitsversorgung und Patienten. Die größte Errungenschaft des ATOME-Projekts waren überarbeitete politische Richtlinien für die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) hinsichtlich der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit geregelter Stoffe. Basierend hierauf wurden im Zuge des Projekts die rechtlichen und politischen Situationen in jedem Land im Hinblick auf geregelte Stoffe analysiert. Über ATOME wurden insbesondere Herausforderungen hinsichtlich des Zugangs zu Opioden untersucht – rechtliche und regulatorische Hindernisse, politische Hindernisse und die Wahrnehmung von Hindernissen durch verschiedene Gruppen. Diese Informationen wurden daraufhin verwendet, um für die Restlaufzeit des ATOME-Projekts Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies beinhaltete die Veranstaltung von nationalen Konferenzen, Vorlesungen und Workshops. Schließlich wurden im Zuge von ATOME Berichte zu politischen Maßnahmen, zur Gesetzgebung und zur Wahrnehmung von Hindernissen für jedes der 12 am Projekt beteiligten Länder erstellt. Diese relevanten Ministerien, nationalen Organisationen und Fachkräften im Bereich der Gesundheitsversorgung bereitgestellten Berichte haben das Potenzial, die Verfügbarkeit von Opioiden in den 12 Zielländern zu verbessern.

Schlüsselbegriffe

Schmerzlinderung, Opioide, Schmerzmittel, Medikation, Gesundheitsversorgung, geregelte Stoffe

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