Europäische Studie verweist auf die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen
Eine europäische Studie hat festgestellt, dass berufsbedingte Gesundheitsprobleme, die zunehmende Arbeitsbelastung und flexible Beschäftigungspraktiken in Europa eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen nach sich ziehen. Die Forschungsarbeiten wurden von der "Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen" durchgeführt, einem unabhängigen europäischen Forschungs- und Beratungsgremium, das 1975 vom Ministerrat eingerichtet wurde und dessen Aufgabe die Beobachtung der Arbeitsbedingungen in ganz Europa ist. Im Jahr 2000 wurden Einzelbefragungen mit 21.500 Arbeitnehmern bezüglich sämtlicher Aspekte der Arbeitsbedingungen durchgeführt. "Die ersten Ergebnisse aus der "Dritten Europäischen Studie zu den Arbeitsbedingungen" sollte an europäischen Arbeitsstätten Alarm auslösen", so Raymond-Pierre Bodin, Direktor der Stiftung. "Die Ergebnissen zeigen eindeutig, dass angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs und ständig neuer Beschäftigungsmuster eine breite Diskussion über die Qualität der Arbeit in Europa notwendig ist". Pascal Paoli, Forschungsleiter der Stiftung, fügte hinzu: "Eines der auffälligsten Ergebnisse der Erhebung ist die Intensivierung der Arbeit. Im Laufe der letzten Jahre hat sie enorm zugenommen, und es gibt keinerlei Anzeichen für eine Umkehr dieser Tendenz. Wir [...] wissen, dass ein enger Zusammenhang zwischen einer solchen Belastung und Gesundheitsproblemen und Arbeitsunfällen besteht." Ein EU-Beschäftigungsgipfeltreffen, der im März in 2001 in Stockholm stattfinden soll, wird sich mit dem Arbeitsmarkt der Zukunft und dem Arbeitsumfeld beschäftigen.