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Die Krebsforschung und ihre Folgen

Neben der wissenschaftlichen Seite sollte sich die Krebsforschung auch mit den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten dieser Krankheit beschäftigen, sagte Forschungskommissar Philippe Busquin auf einer Krebskonferenz am 22.Mai in Brüssel. Das Kommission...

Neben der wissenschaftlichen Seite sollte sich die Krebsforschung auch mit den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten dieser Krankheit beschäftigen, sagte Forschungskommissar Philippe Busquin auf einer Krebskonferenz am 22.Mai in Brüssel. Das Kommissionsmitglied verwies auf vier höchst wichtige Punkte, nämlich den internationalen Kontext, klinische und industrielle Anwendungen, die umfassende Sichtweise des Problems und Flexibilität bei der Durchführung. "Die onkologische Forschung ist ein sehr gutes Beispiel für einen Forschungsbereich, der eine Herangehensweise auf europäischer Ebene erfordert", meinte Busquin. "Auch wenn gesunder Wettbewerb sich als nützlich erweisen kann, lässt sich durch ein bestimmtes Maß an Kooperation die Verschwendung von menschlichen und finanziellen Ressourcen vermeiden." Hinsichtlich der Anwendungen im klinischen Bereich und der Industrie sagte Busquin, es bestehen sehr gute Aussichten für neue Behandlungen mit Medikamenten, neue therapeutische Ansätze oder neue Diagnosemittel. Europa solle dieses Problemfeld außerdem in seiner Gänze betrachten und sich nicht nur auf die Unterstützung und die Koordination der bestehenden Forschungsmaßnahmen beschränken, so Busquin weiter. Er fügte hinzu, dass Europa sich auch um die Forschungsinfrastrukturen, die Mobilität der Forscher, die Ansichten der Patienten, bioethische Gesichtspunkte und die Anforderungen und Chancen auf der industriellen Ebene bemühen müsse. Busquin erinnerte die Zuhörer daran, dass das wissenschaftliche Umfeld sich ständig ändert, sodass sowohl die Forscher als auch das Management sehr viel Flexibilität an den Tag legen müssen. Das Kommissionsmitglied nutzte die Gelegenheit, um auf die Vorteile des vorgeschlagenen Europäischen Forschungsraums (EFR) für die Krebsforschung einzugehen: "Gemeinsame Anstrengungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass jeder europäische Bürger den vollen Nutzen aus dieser Wissensrevolution und den Hilfsmitteln der onkologischen Forschung zieht", sagte Busquin.