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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Mehr Kontakte sind der Schlüssel zum Erfolg - Östros im Gespräch mit CORDIS-Nachrichten

Ein weites Netz an Kontakten ist laut Schwedens Minister für Bildung und Wissenschaft, Thomas Östros, der Schlüssel für erfolgreiche europäische Forschung, wie er in einem Interview mit CORDIS-Nachrichten sagte. Wenn Mobilität realisiert werden soll und die Beitrittsländer d...

Ein weites Netz an Kontakten ist laut Schwedens Minister für Bildung und Wissenschaft, Thomas Östros, der Schlüssel für erfolgreiche europäische Forschung, wie er in einem Interview mit CORDIS-Nachrichten sagte. Wenn Mobilität realisiert werden soll und die Beitrittsländer die Vorteile einer vollen Teilnahme an den Rahmenprogrammen nutzen sollen, müssen mehr Kontakte geknüpft werden, so Östros. Er betonte, dass Schweden vor seinem Beitritt 1995 wesentlich von den Kontakten mit Mitgliedstaaten profitierte. "Wir haben gute Erfahrungen mit dem Versuch gemacht, von anderen zu lernen, als wir Mitglied wurden. Ich glaube, dass ist sehr wichtig - ein guter Kontakt zu den Mitgliedstaaten, die bereits lange Zeit mit dem Rahmenprogramm gearbeitet haben. Das ist ein guter Weg, das System kennen zu lernen", betonte er. Er fügte hinzu, dass "Schweden viel von anderen, erfahreneren Ländern lernen konnte" als es der EU beitrat. Mobilität habe auch etwas mit Kontakten zu tun, sowohl zwischen Einzelpersonen als auch Gruppen, so Östros gegenüber CORDIS-Nachrichten. Er betonte, dass dies noch mehr der Fall sei, was die Mobilität von Forschern betrifft, als die von Studierenden. "Wenn man Student ist, kommt man eher anonym in eine große Gruppe, aber wenn man Forscher ist, kommt man in eine sehr enge Gruppe hinein", sagte der Minister. In diesem Bereich müssten sehr viel stärkere Brücken zwischen den Beitrittsländern und den Mitgliedstaaten gebildet werden, so Östros. Der Minister betonte, wie wichtig es ist, die Mobilität zu verbessern, und drängte die Mitgliedstaaten, dies zu einer Priorität zu machen. "Die Ankurbelung der Mobilität hängt [.] von jedem einzelnen Land ab. Ich glaube, es sollte Bestandteil eines jeden Programms für junge Forscher sein, dass man als Postdoktorand ins Ausland geht, entweder in ein anderes europäisches oder ein außereuropäisches Land. Das ist fast eine Voraussetzung, wenn man als Forscher erfolgreich sein will." Schweden selbst hat viele erfolgreiche Forscher, da es bei Benchmarking-Aktivitäten häufig gut abschneidet. Östros führt das auf die starke Tradition des Ingenieurwesens in Schweden zurück. Noch einmal auf den Punkt der Kontakte zurückkommend, führte Östros Schwedens Erfolg auch auf eine starke Zusammenarbeit zwischen Universitäten und der Industrie zurück. Er wies darauf hin, dass mehrere schwedische pharmazeutische Unternehmen aus Universitäten hervorgegangen sind. Diese Kooperation wird in Schweden durch den Bau von Wissenschaftsparks neben Universitäten unterstützt, was seit 20 Jahren gängige Politik ist. Östros ist mit Schwedens Leistungen während der EU-Ratspräsidentschaft zufrieden. "Ich glaube, wir können sowohl im Bereich Bildung als auch im Bereich Forschung wichtige Schritte in die Zukunft vorweisen", sagte er. Was die Bildung betrifft, ist er mit dem Fortschritt beim Voranbringen des Bologna-Prozesses sowie mit den Fortschritten bei der Mobilität von Studenten zufrieden. Das genaue Ausmaß der Fortschritte während der schwedischen Ratspräsidentschaft hinsichtlich der Gestaltung der künftigen europäischen Forschungspolitik wird sich erst beim Forschungsrat am 26. Juni zeigen. Östros ist jedoch zuversichtlich. "Wir werden, so hoffe ich, einen großen Schritt vorankommen, wenn es darum geht, einen Konsens bezüglich der Struktur, der Prioritäten und der Instrumente des nächsten Rahmenprogramms zu erzielen." "Mit den Schlussfolgerungen unserer Präsidentschaft wird Belgien eine gute Basis für die Übernahme haben", sagte er. Da Schweden derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, wird keine offizielle Stellungnahme des Landes zu den Vorschlägen für das nächste Rahmenprogramm veröffentlicht. "Unsere eigenen Prioritäten sind in dieser Phase weniger wichtig", erklärte er. Schweden habe jedoch Prioritäten, so Östros, darunter ganz oben auf der Liste die Qualität der Wissenschaft. Offenheit und Chancengleichheit seien für sein Land ebenfalls sehr wichtig. Er hofft, dass der Mangel an Klarheit, der sowohl in seinem als auch in anderen Ländern zu Bedenken führt, überwunden werden kann.

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