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Luftfahrt-Beratergruppe nimmt Diskussion über Verwirklichung der Vision für 2020 auf

Das für die Forschung zuständige Kommissionsmitglied Philippe Busquin begrüßte die Mitglieder der neuen Beratergruppe für Luftfahrtforschung in Europa (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe, ACARE) am 19. Juni auf der Pariser Luftfahrtausstellung, die hier erstma...

Das für die Forschung zuständige Kommissionsmitglied Philippe Busquin begrüßte die Mitglieder der neuen Beratergruppe für Luftfahrtforschung in Europa (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe, ACARE) am 19. Juni auf der Pariser Luftfahrtausstellung, die hier erstmals zusammenkamen, um darüber zu diskutieren, wie man Europa zu einer führenden Stellung in der Luftfahrt verhelfen könne, ohne dabei die gesellschaftlichen Bedürfnisse und Bedenken aus dem Auge zu verlieren. In ihrem Bericht vom Januar 2001 mit dem Titel "European Aeronautics: A Vision for 2020" (Europäische Luftfahrt: Eine Vision für 2020) gab die aus bedeutenden Persönlichkeiten bestehende Gruppe unter dem Vorsitz von Kommissionsmitglied Busquin eine Reihe von Empfehlungen, wie das Ziel erreicht werden könne, Europa eine weltweit führende Position in der Luftfahrt zu verschaffen und dabei gleichzeitig den gesellschaftlichen Bedürfnissen besser entgegen zu kommen. In ihren Schlussfolgerungen betonte die Gruppe die Notwendigkeit einer neuen Beratergruppe zur Entwicklung und Umsetzung eines strategischen Ansatzes für die europäische Luftfahrtforschung. ACARE setzt sich aus etwa 30Mitgliedern zusammen, zu denen auch Vertreter der Mitgliedstaaten, der Kommission und der Industrie zählen. Vorrangige Aufgabe der Gruppe ist die Förderung eines strategischen Forschungsplans (Strategic Research Agenda, SRA), der als Richtschnur für die Planung einzelstaatlicher und EU-weiter Forschungsprogramme dienen soll. ACARE wird sich mindestens zwei Mal jährlich treffen, um den strategischen Forschungsplan zu überarbeiten sowie praktische Empfehlungen zu seiner Umsetzung zu geben. Die ersten Ergebnisse der Arbeit der Gruppe sollen in einem Jahr vorgelegt werden. Unter die Zuständigkeit von ACARE fallen auch die Bewertung der Ergebnisse und des Nutzens des strategischen Forschungsplans für die Mitgliedstaaten, die Kommission und andere Beteiligte, die Empfehlung von Maßnahmen zur Optimierung der Nutzung der vorhandenen Forschungsinfrastruktur sowie kosteneffektive Investitionen und die Empfehlung von Maßnahmen zur Verbesserung der Bildungspolitik, um das Interesse der in diesem Sektor benötigten Wissenschaftler und Ingenieure zu wecken. Die Gruppe wird ferner eine Informationsstrategie zur Förderung der Bekanntheit des strategischen Forschungsplans und zur Verbreitung von Informationen über die Forschung umsetzen. Zu den Mitgliedern von ACARE zählen Walter Kröll, der Vorsitzende der DLR, François Lureau, der CEO von Thales Aerospace, Phil Ruffles, der wissenschaftlich-technische Leiter von Rolls Royce, Joachim Szodruch, der Direktor von EADS Airbus und Victor Aguado, der Generaldirektor von Eurocontrol. Der SRA dürfte den Weg für die Vision für 2020 bereiten. Die im "2020"-Bericht angegebenen Zielsetzungen einschließlich derjenigen, Europa durch Zusammenarbeit zu einer weltweit anerkannten Führungsrolle in der Luftfahrt zu verhelfen, sollen durch die Schaffung einer gemeinsamen Struktur für die Forschung und technologische Entwicklung verwirklicht werden. Ein entscheidender Bestandteil der Vision für 2020 ist ferner die Reaktion auf Fragen von öffentlichem Interesse wie beispielsweise Lärm- und Emissionsschutz, Verspätungen und eine höhere Sicherheit im Luftverkehr.